China und das geopolitische Roulette

Als führende Technologie-Nation läuft China den USA gerade den Rang ab. Die USA steuern dagegen. Konflikte rund um den Erdball sind ein Spiegel des Machtpokers.

Menschen laufen durch eine Straße in Chinatown am chinesischen Neujahrsfest 2002. Das Bild illustriert einen Artikel über die Neuordnung der Welt und Chinas Machtpoker mit den USA.
Das letzte Jahr des Pferdes war im chinesischen Kalender das Jahr 2002. Seit damals ist China zur führenden Weltmacht aufgestiegen. Als Imperium versucht es, seine Einflusssphären zu sichern – und gerät dabei mit den USA in Konflikte. Das läutet kriegerische Zeiten ein. © Getty Images

Am 17. Februar beginnt in China das neue Jahr und ein neuer Fünfjahresplan. Chinas Staatskapitalismus setzt weiter auf Wachstum vor allem im Hightech-Bereich. Die Strategie der letzten Jahrzehnten trägt Früchte. Das Reich der Mitte ist zu einem globalen Player aufgestiegen. Die USA verstehen diese Machtposition und wehren sich. Der Einmarsch in Venezuela war eine reine Machtdemonstration der USA, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Die USA zeigen, dass Südamerika zur US-Einflusssphäre zählt. Donald Trump verteidigt die unipolaren Weltordnung.

Wie blickt China auf die derzeitigen Konflikte auf der Welt? Auf den neuen Aggressor USA, den Ukraine-Konflikt und die Rolle Europas bei der Neuordnung der Welt? Weigelin-Schwiedrzik analysiert die Machtkonstellationen und setzt die chinesische Sicht auf die Welt in Perspektive. Woher Chinas Power kommt? Aus der Bedeutungslosigkeit zurück zur bestimmenden Kraft werden ist nicht nur der Motor für die Kommunistische Partei, sondern treibt viele an. Noch, denn die Probleme, die es innenpolitisch im Land gibt, können einstweilen noch im Zaum gehalten werden.

Und was passiert mit Taiwan? Hören Sie rein.

Ein Podcast über Chinas Sicht auf die Welt

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Während die USA Europa zunehmend abschreiben, halten chinesische Eliten die EU für unverzichtbar zur globalen Stabilisierung.

Susanne Weigelin-Schwiedrzik über Europas ungenutzte Potenziale

Über Susanne Weigelin-Schwiedrzik

Illustration von Susanne Weigelin-Schwiedrzik
Susanne Weigelin-Schwiedrzik © Andreas Leitner

Susanne Weigelin-Schwiedrzik war Leiterin des Instituts für Ostasienwissenschaften an der Universität Wien und ist Programmdirektorin China beim Austrian Center for Strategic Analysis, Wien. Sie unterrichtet an der Diplomatischen Akademie in Wien. Ihre Sicht auf China ist von ihrer langen Erfahrung im Land geprägt. Als aufmerksame Beobachterin des Weltgeschehens hat sie ein Buch mit dem Titel China und die Neuordnung der Welt geschrieben, das im Brandstätter-Verlag erschienen ist.

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