Syrien, ein Jahr al-Sharaa
Am 8. Dezember 2024 stürzte Ahmed al-Sharaa den syrischen Machthaber Bashar al-Assad. Im Podcast erklärt Nahostexperte Walter Posch, mit welchen Strategien sich ein ehemaliger Dschihad-Kämpfer etabliert.

Am 8. Dezember 2024 war die grausame Herrschaft Bashar al-Assads in Syrien zu Ende. Er floh ins Exil, weil es einem damals unter seinem Kampfnamen Ahmed al-Jolani bekannten Dschihadistenführer aus Idlib gelungen war, das grausame Regime in Damaskus zu stürzen. Das ist ein Jahr her. Aus Ahmed al-Jolani ist Ahmed al-Sharaa geworden und als syrischer Präsident trifft er sich mit allen wichtigen Playern, nicht nur in der Region, sondern auch mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Ein Jahr nach Assad: Wie ist die Lage in Syrien? Welche innen- und außenpolitischen Akzente setzt al-Sharaa? Und was muss passieren, damit der Frieden hält? Der Nahostexperte Walter Posch zieht im Pragmaticus-Podcast Zwischenbilanz.
Es ist ein Gespräch über die Verflechtungen von Interessensgruppen im Nahen Osten, allen voran die tonangebende Türkei, aber auch über die Mühen der Ebene, wenn es darum geht, einen Staat in Syrien aufzubauen, in dem viele Bevölkerungsgruppen und Glaubensgemeinschaften zusammenleben. Demokratische Überzeugungen waren unter dem grausamen Regime Assads lebensgefährlich. Demokratie wird, so Posch, im Nahen Osten oft mit Demografie gleichgesetzt und auch darin liegt eine ungeheure politische Sprengkraft. Ein Gespräch über ein Jahr Syrien ohne Assad und die geopolitische Frage, warum Ahmed al-Sharaa bereits Gast bei Donald Trump im Weißen Haus war.
Ein Podcast über Syrien als zerrissenes Land
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Im Nahen Osten fallen Demografie und Demokratie zusammen. Demokratisch ist, was die Mehrheit ist und Punkt.
Walter Posch über das Verständnis von Demokratie im Nahen Osten
Über Walter Posch
Walter Posch ist Iranist und Islamwissenschaftler. Er forscht und lehrt am Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement der Landesverteidigungsakademie in Wien, das zum Bundesministerium für Landesverteidigung gehört. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind Untergrundbewegungen des Nahen Ostens.
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