Neustart für Österreich: Förderdschungel ausholzen
Österreich gibt viel zu viel Geld für Förderungen aus, sagt der Ökonom Hanno Lorenz, im Podcast. Er kritisiert, dass niemand den Überblick hat und schlägt vor, das System neu aufzusetzen.

Förderungen sind ein Instrument, um Entwicklungen voranzutreiben. Doch in Österreich ist das längst nicht mehr der Fall. Es gibt so viele verschiedene Förderungen, dass keiner mehr den Überblick hat. Viele von ihnen verfehlen ihren Zweck. Der Ökonom Hanno Lorenz kritisiert den Wildwuchs, der durch Österreichs Förderungen entstanden ist. Selbst die Transparenzdatenbank, die Licht in den Förderdschungel bringen sollte, erfüllt ihren Zweck dabei nicht. Die dort aufgelisteten 5.500 Einträge sind ein Sammelsurium von Ineffizienz und Doppelgleisigkeit.
Höchste Zeit für Reformen im Förderdschungel, sagt Lorenz im Podcast und zeichnet die Leitlinien für eine Umstrukturierung auf. Der Staat sollte nur fördern, was der Markt alleine nicht schaffen würde – also Forschung zum Beispiel oder Infrastrukturprojekte im Verkehr oder beim Datentransfer.
Alle anderen Förderungen sollten erst einmal abgeschafft werden, um sie dann vollkommen neu aufzusetzen, lautet der radikale Vorschlag. Woran sich Lorenz orientieren würde, wären die Prinzipien der Marktwirtschaft, dementsprechend würde er auch Überprüfungsmechanismen vorsehen und Möglichkeiten, Fördertöpfe auch wieder einzustellen. Denn Förderungen sollten kein Instrument der Politik sein und dem Lobbyismus Tür und Tor öffnen.
Ein Podcast über Zweck und Missbrauch von Förderungen
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Wir haben in Österreich viele Fördertöpfe, die gut gemeint sind, aber nie überprüft werden.
Ökonom Hanno Lorenz von Agenda Austria

Über Hanno Lorenz
Hanno Lorenz ist Ökonom und stellvertretender Direktor der Agenda Austria. Er lebt in Wien und arbeitet an Vorschlägen für eine bessere Zukunft Österreichs. Seine Schwerpunkte sind Arbeitsmarkt, Digitalisierung und Verteilung. Seit 2020 lehrt er am Raiffeisencampus Wien zur Rolle des Staates in der Wirtschaft.
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