Wo die Post abgeht
Am Rande des Europäischen Forum Alpbach 2026 präsentierte der Pragmaticus sein neuestes Buch – und lud zum angeregten Meinungsaustausch unter Sternenhimmel.

Die neuen geopolitischen Verschiebungen, die Ukraine als Stresstest für den Zusammenhalt der Europäischen Union und der Reformbedarf am europäischen Finanzmarkt: Wer dieses Jahr das Europäische Forum Alpbach besuchte, war mit politisch schwergewichtigen Themen konfrontiert. Die gute Sache: Die Veranstaltung stand unter dem Motto „How Europe wins“, und dementsprechend waren alle Teilnehmenden ausgerufen, neben vielen berechtigten Kritikpunkten, immer auch Lösungsvorschläge zu präsentieren. Zuversicht statt Pessimismus, das hatte sich das Forum selbst verordnet.
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Ganz im Sinne des Pragmaticus, der am Abend des 1. September zu einem Empfang ins Hotel zur Post geladen hatte. „Reden, diskutieren und Ideen austauschen“, so eröffnete Pragmaticus-Geschäftsfüherer Jürgen Moosleithner den Abend, der bei lauem Wetter und entspannter Stimmung im Garten des Hotels stattfand. Unter den Gästen waren der Präsident des Europäischen Forum Alpbach Othmar Karas und die neue Geschäftsführerin Barbara Zimmermann, aber auch viele aus dem Board wie Caroline Hornstein-Tomic waren der Einladung gefolgt.
Die Abende in Alpbach stehen meist immer im Zeichen des Networkings. So waren Eco-Austria-Direktorin Monika Köppl-Turyna, die ORF III-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz oder Greenpeace-Vertreterin Ursula Bittner zum Meinungsaustausch gekommen. Es ging um Politik, Wirtschaft und die dringend zu lösenden Probleme der Zeit. Auch Experten aus Medien und Politik tauschten sich aus, so unterhielt sich etwa Journalist Thomas Seifert mit dem deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftler Yascha Mounk über Alpbach, Europa und den Rest der Welt.

Buchpräsentation beim Forum Alpbach
Der Pragmaticus nutzte dabei auch die Gelegenheit, sein gerade druckfrisches Buch „Gebt unseren Kindern eine Chance!“ vorzustellen und hatte dafür dessen Autorin Susanne Wiesinger nach Alpbach eingeladen. „Warum haben sie sich entschieden, ein zweites Buch über die Missstände in Schulen zu schreiben?“ fragte Pragmaticus-Chefredakteur Andreas Schnauder die Autorin in einem kurzen Intro. „Wahrscheinlich, weil ich ein Sendungsbewusstsein habe und die Hoffnung nicht aufgebe, dass sich die besorgniserregende Situation in unseren Schulen verbessern lässt“, antwortete Wiesinger, die dann auf diese Missstände in Österreichs Brennpunktschulen einging. Wiesinger selbst ist Volksschullehrerin in Favoriten. Der Großteil der Kinder spricht bei der Einschulung kein Deutsch, die Schulbehörden haben keine Antworten auf die drängenden Probleme, wie Wiesinger in ihrem Buch beschreibt.
„Wir müssen uns diesen Migrationsfragen stellen“, betonte Schnauder und legte an diesem Abend gleich auch das September-Heft des Pragmaticus ans Herz, das sich in seiner Cover-Story genau diesen Fragen widmet. Gespräche und Diskussion sollen den Anfang machen.
Wir müssen uns der Migrationsfrage stellen.
Pragmaticus-Chefredakteur Andreas Schnauder
Und genau das fand an diesem Abend im Hotel zur Post auch statt, bei Speis und Trank und ganz im Sinne des Pragmaticus-Geschäftsführers Jürgen Moosleithner, der sich genau diesen Austausch gewünscht hatte. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union müssen sich den drängenden Fragen stellen und sollten keine Scheu haben, sich in geopolitisch bewegten Zeiten auch den vielen kontroversen Themen zu widmen.
Weitere Eindrücke










Susanne Wiesinger: Gebt unseren Kindern eine Chance!
- Bericht einer Lehrerin über Missstände und Handlungsbedarf an Österreichs Schulen
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