Geld-Umfrage: Österreicher fürchten um Erspartes
Laut unserer neuen Geld-Umfrage sorgt sich ein Drittel der Österreicher sehr um seine Ersparnisse. Angst um den Fortbestand des Euro haben die wenigsten.
Geldsorgen sind in Österreich weit verbreitet. Die Menschen spüren die steigenden Preise und eine Mehrheit kommt mehr schlecht als recht mit dem Einkommen aus. Teilweise dürfte der Schock der Teuerung so tief sitzen, dass positive Entwicklungen weniger stark wahrgenommen werden. Die Realeinkommen sind 2024 nach dem Dämpfer durch die hohe Inflation 2022 und 2023 wieder über das Niveau vor der Corona-Krise gestiegen. Doch laut jüngsten vorläufigen Zahlen sanken die Reallöhne im Vorjahr wieder leicht. Und die Wirtschaft schwächelt weiterhin, ohne Ausblick auf stärkeres Wachstum, wie es die Menschen von früher her kannten.
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Ergebnisse der Geld-Umfrage
Drei Viertel der von Unique Research im Auftrag des Pragmaticus befragten Österreicher sorgen sich um den Wert ihres Ersparten. Lediglich vier von einhundert Teilnehmern verlieren keinen Schlaf deswegen. Allerdings ist nicht bekannt, ob diese kleine Minderheit überhaupt Erspartes hat.
Die repräsentative Geld-Umfrage unter rund 800 Bürgern zeigte auch, dass drei Viertel an den Fortbestand des Euro glauben. Wiederum vier Prozent meinen, die Gemeinschaftswährung werde die nächsten zehn Jahre auf keinen Fall überleben.
Private Vorsorge ist in Österreich nach wie vor ein Minderheitenprogramm. Nur 35 Prozent gaben an, dass sie für ihre Pension etwas zur Seite legen.
Gleichzeitig erwartet eine Mehrheit, dass sie ihren gewünschten Lebensstandard in der Pension nicht aufrechterhalten können wird.
Einen überraschenden Geldsegen in Höhe von 100.000 Euro würden die Allerwenigsten verprassen. Die meisten würden das zusätzliche Kapital anlegen. Das Sparbuch wäre dabei die begehrteste Option, obwohl man damit nicht einmal den Wertverlust durch die Inflation ausgleichen kann.
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