Dashboard: Die Grippe grassiert
Auf die Grippewelle vor Weihnachten folgt eine noch größere: Unser Dashboard zeigt die Anzahl der Krankenhausaufenthalte nach Diagnosen und Altersgruppen.
Es erinnert ein wenig an die Corona-Pandemie: Mitte Januar meldeten Spitäler und Ordinationen, dass sie überfordert und überlaufen seien. Aber während wir vor ein paar Jahren alle das Infektionsgeschehen täglich verfolgten, herrscht nun große Gelassenheit. Fakt ist dennoch: Wir erleben eine der stärksten Influenza-Saisonen seit Jahren. Zum Jahresende waren bereits mehr Menschen im Spital als zum Höhepunkt der Grippezeiten 2023/2024 und 2024/2025.
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Dabei ist die Impfbereitsschaft gegen die Influenza in den vergangenen Jahren eigentlich gestiegen – während sich gleichzeitig immer weniger Menschen gegen Covid-19 impfen lassen. Es gibt aber heuer ein Problem.
Kommt die große Grippe-Welle erst?
Auch dieses Problem kennen wir von der Covid-Pandemie: Viren mutieren. Aktuell ist die Subklade K des H3N2-Stammes vorherrschend, und damit hat leider niemand gerechnet, auch die Hersteller des aktuellen Grippe-Impfstoffs nicht. Weshalb die Impfung heuer weniger gut wirkt, aber – auch diese Terminologie ist noch bekannt – immer noch vor schweren Verläufen schützen soll. H3N2 gehört zu den Influenza-A-Viren, in den vergangenen Jahren waren eher die Influenza-B-Viren und der H1-Subtyp der Inflenza-A-Viren vorherrschend.
Die Konsequenz: Das Gesundheitssystem ist am Limit und die Krankenstandstage steigen – Infektionen der Atemwege machen traditionell den größten Brocken bei den Krankmeldungen aus. Und vermutlich wird es in den kommenden Wochen noch einmal schlimmer, jetzt wo nach den Weihnachtsferien die Schulen und Kindergärten wieder offen haben und die Büros wieder gut gefüllt sind. Falls Sie das Infektionsgeschehen doch gerne im Blick behalten würden: Unser Dashboard hält Sie auf dem Laufenden.
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