Neujahrsvorsatz: Weniger Social Media
Neujahrsvorsatz Digital Detox? Die Dosis macht das Gift. Das gilt auch, wenn es um die Nutzung des Smartphones geht. Wer immer mehr will, sollte sich etwas überlegen, sagt die Psychiaterin Gabriele Fischer.

Die Smartphones haben die Menschheit erobert. Wer in der U-Bahn unterwegs ist, sieht kaum mehr Leute ohne Mobiltelefone. Ist das das Symptom eines neuen Zeitalters oder eine besorgniserregende Entwicklung? Und gibt es medizinisch betrachtet so etwas wie Handy-Sucht?
Die Psychiaterin und Suchtexpertin Gabriele Fischer von der Medizinischen Universität will sich keineswegs auf simplizistische Pauschalaussagen einlassen. In diesem Podcast erklärt sie, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet, dass das Alter von Usern und Userinnen entscheidend ist und warum ständig schnelle Informationen vor allem dann wenig begrüßenswert sind, wenn sie Gewalt zeigen. Dabei hält sie es mit Paracelsus, dessen Ausspruch „Die Dosis macht das Gift“, auch im 21. Jahrhundert bei digitalen Medien immer noch gälte.
Wenn es um Jugendschutz geht, plädiert sie für mehr psychologische Betreuung in den Schulen und wenn es um Altenheime geht, würde sie mehr Smartphone-Nutzung durchaus als positiv empfinden.
Ein Podcast über die Frage, ob Handys süchtig machen
Ein Warnzeichen für Sucht ist, wenn man immer mehr davon will, das gilt auch für die Nutzung von Smartphones.
Gabriele Fischer über ein universelles Warnzeichen für Abhängigkeit

Über Gabriele Fischer
Gabriele Fischer ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und leitet die Suchtforschung und -therapie an der Medizinischen Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind substanzgebundene Suchterkrankungen, Verhaltenssüchte und psychiatrische Doppeldiagnosen. Sie ist Mitglied des Obersten Sanitätsrats.
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