Social-Media-Umfrage: Bitte verbieten (für Jugendliche)
Laut einer Social-Media-Umfrage von Unique Research im Auftrag von Der Pragmaticus befürworten die Österreicher ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche.
Soziale Medien sind ein Problem – vor allem für Jugendliche: Das sehen die meisten Österreicher mittlerweile so. Sie befürworten nicht nur politische Maßnahmen wie das Handyverbot an Schulen, sondern auch ein von Vizekanzler Andreas Babler vorgeschlagenes generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 15 Jahren.
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Unique Research hat in einer repräsentativen Social-Media-Umfrage rund 800 Bürger im Auftrag von Der Pragmaticus befragt, wie soziale Medien reguliert werden sollten und wer die Verantwortung für den Social-Media-Konsum von Jugendlichen hat.
Ergebnisse der Social-Media-Umfrage
Dass Social-Media negative Folgen für Jugendliche haben kann, ist hinlänglich bekannt. Am meisten befürchten die Befragten – sowohl Eltern als auch solche ohne Kinder –, dass Jugendliche Opfer von Mobbing werden. Spannendes Detail: Eltern fürchten Radikalisierung weitaus weniger als die Gesamtbevölkerung.
Die wichtigste Maßnahme, die seitens der Politik gesetzt wurde, wird weithin positiv gesehen: Das Handyverbot an Schulen stößt auf breite Zustimmung.
Wenn es nach den Befragten geht, sollten die Maßnahmen jedoch noch weiter gehen: 78 Prozent befürworten ein generelles Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige.
Trotzdem: Die Verantwortung für den Social-Media-Konsum der Kinder und Jugendlichen tragen die Eltern – da sind sich die Eltern selbst und die Gesamtbevölkerung einig.
Gespaltener sind die Meinungen bei der Frage, ob Eltern diese Verantwortung auch wahrnehmen: Da schätzen Eltern ihre Rolle weit positiver ein, als es die Gesamtbevölkerung tut.

