Neustart für Österreich: Staat, lass nach!
Der Staat sollte sich viel weniger einmischen und die Zügel lockerer lassen, davon ist der Philosoph Konrad Paul Liessmann überzeugt, weil nur ein schwacher Staat ein guter Staat ist.

Wider die Bevormundung und für die Freiheit der Gedanken, und zwar Gedanken aller Art: Konrad Paul Liessmann will sich nicht gängeln lassen, schon gar nicht vom Staat. Dieser, so ist er überzeugt, mischt sich heutzutage ohnehin in viel zu viele Bereiche des Lebens ein. Besonders empört ihn, wenn die Politik Meinungen bestimmt und der Gesetzgeber immer neue Vorschriften erlässt. Denn das schränkt für ihn als Bürger die Freiheit ein, und Freiheit ist schließlich das höchste Gut.
Ist der Mensch überhaupt ein rationales Wesen? In diesem Podcast erklärt Liessmann, warum er gegen den Wohlfahrtsstaat ist, wie er sich das Leben in einem gemeinsamen Land vorstellt und was das alles mit Immanuel Kant, Baruch Spinoza und John Stuart Mill zu tun hat. Wenn die öffentliche Hand sich einmischen soll, dann höchstens bei Investitionen in die Infrastruktur.
Liessmann rechtfertigt auch, warum er in gewissen Belangen deshalb reaktionär sein will. Wenn es um die Bildung geht, sollte man sich an die alten Griechen halten, denn sie hätten bereits alle Grundlagen dafür gelegt, Situationen richtig einschätzen zu können. Grundlagen statt Meinung, sagt er. Von modernen, staatlich verordneten Lehrplänen hält er deshalb ebenfalls wenig.
Ein Podcast über die wenigen Aufgaben des Staates
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Ich bin dagegen, dass der Staat für die Wohlfahrt seiner Bürger zuständig ist. Nein, das ist er nicht.
Philosoph Konrad Paul Liessmann über die Freiheit

Über Konrad Paul Liessmann
Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und lehrte von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2023 an der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Liessmann ist neben Barbara Bleisch Intendant des Philosophicum Lech, das in diesem Jahr unter dem Motto „Betreutes Denken“ steht.
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