Zeitumstellung: Wie die Sonne unseren Körper steuert
Der menschliche Organismus wird durch das Licht der Sonne reguliert, sagt die Epidemiologin Eva Schernhammer. Ein Podcast über zirkadiane Rhythmen, Nachtschicht und Zeitumstellung.

Zwei Mal im Jahr die selbe Herausforderung für den Organismus: Die Uhren werden umgestellt. Am 29. März startet wieder die Sommerzeit. Die Uhren werden vorgestellt, dadurch bleibt es abends länger hell. Welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf den menschlichen Organismus? In diesem Podcast geht es um zirkadiane Rhythmen und die Frage, wie sehr Licht ein Schrittmacher für die Funktionen des Körpers ist.
Die Epidemiologin Eva Schernhammer beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, kennt die Studienlage und erklärt, was die Wissenschaft über den Einfluss von Tag und Nacht auf die Zellen weiß. Dabei geht es um das Gehirn als Steuerzentrale für unterschiedliche Körperfunktionen, über die langfristigen Folgen von Beeinträchtigungen des Tag-Nacht-Rhythmus wie Nachtschichten oder Jetlags aber auch um sogenannte Bunkerstudien, in denen untersucht wurde, was passiert, wenn Menschen vollkommen ohne Licht auskommen müssen. In den vergangenen Jahren wurde dazu viel geforscht und neue Rezeptoren für Licht im Auge entdeckt.
Ein Gespräch über Tag und Nacht, über Schlaf und Krankheit und die leidige Frage, für wen die jährlich zwei Mal stattfindenden Zeitumstellungen tatsächlich vorteilhaft sind. Plus: Ein Tipp, wie sich alle für den Sonntag, den 29. März 2026, optimal vorbereiten könnten.
Ein Podcast über die Chronobiologie des Menschen
Mit dem Laden des Inhalts akzeptierst du die Datenschutzerklärung von Spreaker.
Jede Zelle in unserem Körper hat eine Miniuhr, die vom großen Schrittmacher gesteuert wird.
Eva Schernhammer, Epidemiologin an der Medizinischen Universität Wien

Über Eva Schernhammer
Eva Schernhammer ist Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und stellvertretende Leiterin des Zentrums für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Sie ist in Wien geboren, hat Medizin und Psychologie studiert und die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin absolviert. Sie promovierte 2003 an der Harvard T.H. Chan School of Public Health zum Doctor of Public Health. Anschließend forschte und lehrte sie an der Harvard Medical School und Harvard T.H. Chan School of Public Health, bis sie 2015 an die Medizinische Universität Wien wechselte. Für der Pragmaticus schrieb Schernhammer über die große Bedeutung der Dunkelheit für unsere Gesundheit.
Möchten Sie mehr hören? Sie finden alle bisherigen Folgen hier.


