Wie war das mit der Rezession?

Die Chefin der Zentralbank, Christine Lagarde, hat für Europa eine lediglich „flache“ Rezession angekündigt. Wir haben beim Ökonomen Jan Kluge nachgefragt, ob das wirklich sein kann. Ein Video-Interview.

Bürger und Konsumenten in Europa sind von steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen betroffen. Weitere Zinserhöhungen der EZB wie zuletzt im Dezember könnten die Inflationsrate senken, aber die Wohlstandsverluste verschärfen. Ob die Inflation nicht aber ohnedies bereits im Sinken begriffen ist, erklärt der Ökonom Jan Kluge in diesem Video-Interview.

Die Inflationsraten in den EU-Mitgliedsstaaten beginnen seit Dezember wieder leicht zu sinken. Dennoch scheint die Europäische Zentralbank (EZB) weitere Zinserhöhungen vornehmen zu wollen. Viele Staaten, besonders jene in denen die Inflation bereits besonders hoch war, wie etwa in Ungarn, Polen oder Estland, befürchten weitere Wohlstandsverluste und eine schwere und lang anhaltende Rezession.

Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, hatte bei den jüngsten Zinserhöhungen noch eine leichte und flache Rezession angekündigt und zu beruhigen versucht. Zinserhöhungen verteuern Kredite, entziehen dem System somit Geld und sollen so die Teuerungsrate senken. Aus diesem Grund können aber Zinserhöhungen auch Rezessionen bewirken. Die EZB scheint eine leichte Rezession in Kauf zu nehmen.

Oder sind die sinkenden Inflationsraten ein Indiz, dass die Krise bereits abklingt? Kann es tatsächlich sein, dass wir aus dem Gröbsten schon wieder raus sind? Und sind Zinserhöhungen wirklich der Königsweg, um die Inflation zu senken?

Der Ökonom Jan Kluge beantwortet diese Fragen im Video-Interview und erklärt am Beispiel der Wirtschaftslage in Österreich, was die wahrscheinlichen Entwicklungen in den nächsten Monaten sein werden. Er gibt einen Einblick in den Zusammenhang von Zinsen, Inflation und Wirtschaftswachstum.

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