Unsere Podcasts

Gespräche mit Wissenschaftlern, Experten und Wirtschaftstreibenden über die brennenden Themen unserer Zeit: Wer etwas zu sagen hat und neue Perspektiven einbringt, kommt in unseren Podcasts zu Wort.

Warum Kant jetzt (noch) wichtig ist

„Selbstständig denken bedeutet, in Gemeinschaft mit anderen zu denken, andere Perspektiven wahrzunehmen. Das ist der Prozess der Aufklärung, von dem Kant spricht.“ So formuliert unser Gast Georg Cavalla die Quintessenz des Kantschen Denkens. Anlässlich des 300. Geburtstages des Philosophen Immanuel Kant ist dieser Podcast mehr als eine spannende Einführung in Leben und Werk, sondern zeigt, warum seine Erkenntnistheorie, Ästhetik und Ethik so relevant wurden.

Darf Wissenschaft aktivistisch sein?

Der Philosoph Konrad P. Liessmann hat dazu eine klare Meinung: Nein. Er sagt: „Jeder Wissenschaftler, der Aktivist sein will, ist einer, der seine wissenschaftliche Tätigkeit dadurch ideologisch zumindest einengt.“

machtHunger II, 8: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

Nahrungs-, Genuss-, Schönheits-, Schmiermittel, Lichtquelle und Antrieb: Wo der Mensch, da das Fett. Wer glaubt, beim Fett ginge es nur um’s Essen täuscht sich. Der Mensch ist so eng mit Öl, Schmalz, Tran und Speck verbunden, dass eigentlich seine ganze Entwicklung davon abhing und -hängt. In der letzten Episode von machtHunger spricht Gastrosoph Peter Peter über die jahrtausendealte Beziehung.

Wie Deutschland scheitert

Woke, durchgeknallt, devot: Henryk M. Broder sieht dem „deutschen Geist“ beim Scheitern zu und zwar bevorzugt im Fernsehen wie er erzählt. In diesem Podcast geht es um eine große Enttäuschung. Der Publizist sieht das Land von Lebensangst ergriffen, was er bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Schuld daran ist die Politik, nicht nur die Ampelregierung, sondern alle Regierungen seit Merkel. War also vor 2005 noch alles gut?

machtHunger II, 7: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam

Die Briten mögen Tee mögen, erfunden haben sie weder Wort, noch Getränk, noch Rituale. Gastrosoph Peter Peter klärt in dieser Folge von machtHunger über die Geschichte des Tees auf. Es gibt einige, nicht weitläufig bekannte, Details zu entdecken.

Mars, neue Heimat

Der Mars ist, gelinde gesagt, unwirtlich. Auch der Astrophysiker Gernot Grömer weiß das. Er trainiert Menschen für das Wagnis der Marsbesiedlung, um zu verstehen, was alles schiefgehen kann. In diesem Podcast erläutert er, warum er so überzeugt ist, dass in zwanzig bis dreißig Jahren Menschen den Mars besiedeln werden, um dort dauerhaft zu leben.

machtHunger II, 6: Ekel – Das Grauen bei Tisch

Mit dem Ekel gelangten religiöse Tabus bis ganz tief ins Innere des Selbst des modernen Menschen. Gastrosoph Peter Peter erinnert in dieser Folge der Podcastreihe machtHunger daran, dass auch der Ekel eine Geschichte hat, und die ist in der christlich geprägten Welt eng mit Speisetabus während des Fastens verbunden. Allerdings kann die Religion nicht das ganze Grausen komplett erklären.

Unsere fragile Sicherheit

Florence Gaub braucht keine Sicherheit. Die Politikwissenschaftlerin ist oft in Talkshows zu Gast, wo sie zu Kriegen, Konflikten und Krisen als Militärstrategin Prognosen abgeben soll. Der Sicherheitsgedanke verstellt den Blick auf die Zukunft, ist ihre Überzeugung. Die Zukunft ist nämlich nichts, das außerhalb von uns ist. Sie ist in uns.

machtHunger II, 5: Salz, Ursprung von fast Allem

Nach dieser Episode von machtHunger weiß man, warum „Salz“ eine so gewaltige metaphorische Kraft hat, vergleichbar dem Wort „Licht“. „Ohne Salz können Menschen nicht überleben“, so Gastrosoph Peter Peter, der dem einstigen weißen Gold in dieser Folge von machtHunger geradezu ein Denkmal setzt. Das Wort Salz stammt vermutlich aus dem indogermanischen – sal. Es bedeutet „das Schmutzig-Graue“. Dieses „Schmutzig-Graue“ ist für den Zellstoffwechsel überlebenswichtig. Tatsächlich braucht ein Mensch im Jahr mehrere Kilogramm davon. Ebenso bedeutsam ist das Schmutzig-graue für den planetarischen Stoffwechsel, denn neben der Temperatur ist der Salzgehalt der Ozeane der entscheidende Motor, der Nährstoffe und Wärme aus dem Süden in den Norden transportiert. Ohne Salz kein Leben im Norden, könnte man sagen.

Die Ukraine, das Gas und die Macht der Verdrängung

Europa will den neoimperialen Expansionsdrang Wladimir Putins nicht wahrhaben. Diese Verdrängung hat jahrzehntelang Geschäfte mit Öl und Gas ermöglicht und Europa in eine wirtschaftliche Abhängigkeit geführt. Im Podcast erklärt die Historikerin Franziska Davies welche Mythen und Narrative diesen Verdrängungsmechanismus auch heute noch am Leben halten.

machtHunger II, 4: Alkohol!

Kaum ein Getränk oder eine Substanz, die so sehr symbolisch aufgeladen ist, wie der Alkohol. Unzählige Redewendungen und Euphemismen (einen Schwips oder einen sitzen haben, fett sein oder gleich im Öl, ein Saufkopf oder eine Schnapsdrossel sein, ein Mostschädel, eine Bierwampe haben, ein Weinliebhaber oder Abstinenzler sein, ein Schnäpschen in Ehren trinken, sich einen hinter die Binde kippen, ein paar Kreislauftropfen nehmen oder eine Hülsn exen) zeugen von dem ambivalenten Verhältnis des Menschen zu diesem Rauschmittel, das einst wohl eine Zufallsentdeckung war. In dieser Folge von machtHunger geht der Gastrosoph Peter Peter der Geschichte dieses Rausch- und Genussmittels nach.

Müssen wir vor AI Angst haben?

Artificial Intelligence (AI) sägt mit gefälschten Bildern an der Demokratie, reproduziert Vorurteile und gehört ein paar Megakonzernen. Hat AI überhaupt gute Seiten? „Das Potenzial von KI-Technologie ist groß, sie kann sehr mächtig sein, weil sie Unmengen von Daten verarbeiten, Muster erkennen, Prognosen über die Zukunft erstellen und somit in jedem Bereich, den wir uns vorstellen können, eingesetzt werden kann“, sagt die Wirtschaftswissenschaftlerin Sabine Köszegi im Podcast. Diese Fähigkeit praktisch überall eingesetzt werden zu können, macht AI-Anwendungen attraktiv und auch gefährlich. Die Versuchung, AI, bei der man nicht einmal genau versteht, wie sie zu Entscheidungen kommt, Entscheidungen zu überlassen, ist groß. Warum tun wir es trotzdem?

machtHunger II, 3: Deus ex humus – Die Kartoffel

Die Geschichte der Kartoffel in Europa ist die Geschichte eines großen Missverständnisses, oder vielmehr die Geschichte vieler sich aneinander reihender Missverständnisse. Im 16. Jahrhundert in verschiedenen Varianten nach Europa verschleppt, glaubte man anfangs, die Blätter seien essbar und man bereitete sie zu wie Spinat; man (Marie Antoinette jedenfalls) trug ihre Blüten als Haarschmuck und verteufelte sie, weil sie in der Erde wächst. In dieser Folge von machtHunger führt Gastrosoph Peter Peter durch die Geschichte der Kartoffel, die wohl wie kaum eine andere Pflanze in die Sozialgeschichte eingegriffen hat.

Taiwan wählt den Schwebezustand

Taiwan hat sehr gute Gründe, sich weder auf die Seite der USA noch auf die Seite Chinas zu schlagen und im Falle der Volksrepublik die Konfrontation zu suchen. In diesem Podcast erklärt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik, warum das Silicon Shield nicht unbegrenzt schützt, sondern Ausdruck der wechselseitigen Abhängigkeit von Taiwan und China ist. Die Wahlen am 13. Januar 2024 stehen exemplarisch für den prekären Schwebezustand, in dem sich der Staat Taiwan und die Welt befindet. Schließlich hängt tatsächlich die gesamte Weltwirtschaft an Mikrochips aus Taiwan.

Die letzte Grenze

Carmen Possnig geht davon aus, dass die Zukunft der Menschheit auch auf dem Mond oder dem Mars stattfinden wird. Für die Weltraummedizinerin und Astronautin ist es eine Frage der Vorbereitung und des Wissens darum, wie sich die extremen Bedingungen auf Leib und Seele auswirken. Eine Ahnung davon hat Possnig durch ihre Zeit in der Antarktis bekommen: Im Podcast berichtet sie davon, was Isolation, wenig Sauerstoff und die Enge einer Forschungsstation für Immunsystem und Psyche bedeuten.

macht Hunger II, 2: Der lange Weg zum Besteck

Erst mit den Tischmanieren kam auch das Besteck in die Welt. Warum das insgesamt bis weit in das 18. Jahrhundert dauerte, ist kein Zufall, und Peter Peter erläutert in dieser Folge von machtHunger, wie sich das gemeinsame Essen aus einem gemeinsamen Topf oder Schüssel langsam wandelte bis jeder und jede Essende in Europa und den von Europa beeinflussten Teilen der Welt mit dem eigenen Teller und einem eigenen Besteck mit Gabel und – abgerundetem! – Messer zu Tische saß.

Die Grenzen der Abnehm-Pillen

Das eine Medikament, mit dem man ganz schnell abnimmt, gibt es wirklich. Der Mediziner Martin Clodi sieht allerdings auch die Grenzen dieses Ansatzes, denn was bei Diabetes funktioniert, kann bei einem gesunden Stoffwechsel Nebenwirkungen haben. Im Podcast erklärt der Diabetologe, wie Medikamente wie Ozempic funktionieren, und wie sich der Zuckerstoffwechsel bei Diabetis mellitus verändert. Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts zum Thema Übergewicht.

macht Hunger II, 1: Wie die Muskatnuss das Paradies beendete

Die Geschichte der Muskatnuss nahm eine grausame Wendung, als europäische Händler sie für sich entdeckten. Diese Episode von machtHunger mit dem Gastrosophen Peter Peter geht den Ursprüngen des Gewürzhandels nach und zeigt wie dieser eine globale Wirtschaft als Geldwirtschaft neu erfand. Während vor allem niederländische und britische Kaufleute Indien, Indonesien, Sri Lanka und Madagaskar ausbeuteten, glaubte man in Europa noch eine Zeitlang an den alten Glauben, die Gewürze müssten aus dem Paradies stammen. Sie waren kostbar und versprachen heilende Wirkung.

Herkunft und Zukunft des Menschen

Was ist Leben? Können wir den Tod und das Altern aufhalten? Ist die Evolution beendet? Diese und weitere Fragen beantwortet Biochemikerin Renée Schroeder in der aktuellen Folge des Pragmaticus-Podcasts. Schroeder hat die RNA zu ihrem Forschungsschwerpunkt gemacht und gezeigt, dass dieser eigentlich die Schlüsselrolle in der Evolution des Lebens zukommt. Ebenso wird die RNA mit darüber entscheiden, ob wir einst sehr viel länger leben als heute. Schroeder selbst würde gern „dreihundert oder fünfhundert Jahre alt“ werden, um mitzuerleben, wie sich Wissenschaft und Technik weiterentwickeln. Sie ist überzeugt, dass der Mensch das Alter überwinden wird.

macht Hunger VIII: Genüsse jenseits des Fleisches

In dieser achten Episode unseres Podcast macht Hunger bewegt sich Gastrosoph Peter Peter mitten hinein in das kulinarische Herz des Kulturkampfs: Es geht um Fleisch. Oder schlimmer: Um vegetarische Küche. Es ist längst eine Abkehr vom Fleisch im Gange erklärt Peter Peter. Die Gründe sind vielfältig: Fleisch aus Massentierhaltung ist für das Klima problematisch, ebenso für die Gesundheit, das Wasser und fördert den Einsatz von Pestiziden. Es kommt aber auch ein Lifestyle-Grund hinzu. „Gemüse ist chic geworden, fast ein Luxus“, so Peter Peter.

Polen: Stillstand mit Aufbruchstimmung

In diesem Pragmaticus-Podcast mit dem Diplomaten Rolf Nikel geht es um Polen und seine demokratische Zukunft nach den Wahlen im Oktober: Die Zeiten des autoritären Kurses der Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit – PiS) mögen vorbei sein, ihre Justizreform bleibt. Der Weg zurück zu einer offenen demokratischen Gesellschaft wird schwer sein, meint Rolf Nikel. Für Europa muss dies ein Warnsignal sein: Einmal verlorene demokratische Rechte sind nicht leicht zurückzugewinnen. Es sind genau drei Punkte, die je ein Aber hinter den europäischen Frühling setzen: Erstens wurden in der jüngeren Vergangenheit viele Richterpositionen durch der PiS nahe stehende Richter ersetzt. Zweitens ist auch das Verfassungsgericht von PiS-Loyalisten dominiert und drittens kann Andrzej Duda, der Präsident, Entscheidungen durch ein Veto verhindern.

macht Hunger VII: Die Küche des Warschauer Pakts

In dieser Episode von macht Hunger hat Gastrosoph Peter Peter eine These: Die slawische Küche hat heute eine geringere Sichtbarkeit als noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Das gilt sowohl für die russische Küche, die tschechische, die ukrainische als auch für die Küche des Balkan (Jugoslawien war natürlich nicht Teil des Warschauer Pakts). Es geht um die Jugoslawien-Euphorie der 1960er und 1970er Jahre, um „Grilllokale, die Split oder Dubrovnik hießen“, die osmanischen Wurzeln von Ćevapčići, die Einförmigkeit sowjetischer Hotelküchen, den vermeintlich russischen Kaviar, georgische Genüsse, Nachspeisen mit Birkensirup, Soljanka und die tschechische Küche in Wien. Wieder einmal gilt: Kulinarische Grenzen verlaufen nicht entlang politischer Grenzen.

Antisemitismus als Krise der Demokratie

Gesellschaften zerbrechen, wenn Gewalterfahrungen tabuisiert werden. In diesem Podcast mit der Historikerin Mirjam Zadoff geht es um die zerstörerische Kraft von Gewalt und die Chance der Erinnerung für die Demokratie. Zadoff, die das NS-Dokumentationszentrum München leitet, sieht die Auseinandersetzung in Deutschland und in Österreich als noch abgeschlossen an. Das verstärkt die Polarisierung der Gesellschaft, und der vorhandene Antisemitismus kommt offen zum Ausdruck.

macht Hunger VII: Bei aller Süße …

Zucker hat auch bittere Seiten: Am Anfang seiner Transformation zum Massenprodukt steht der Sklavenhandel, heute ist er eine der Ursachen einer globalen Gesundheitskrise. In der sechsten Folge unseres Podcast macht Hunger über die Geschichte des Essens spricht Gastrosoph Peter Peter über den Weg des Zuckers vom exklusiven Luxus zur Billigware – die aktuell gerade die stärkste Teuerung erfährt.

Weiß China, was es tut?

Der Weg Chinas zur Weltmacht ist nicht so eben, wie es nach Außen scheinen mag: Das Projekt Neue Seidenstraße kann sich als Schuldenfalle entpuppen und der mögliche Krieg gegen Taiwan das Ende der Prosperität bedeuten. „Die Kriegsgefahr ist real und kann sich zu einem katastrophalen Steppenbrand mit Folgen für die ganze Welt entwickeln“, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik in diesem Podcast über die chinesische Geo- und Wirtschaftspolitik.

macht Hunger V: Die fabelhafte Welt der Imbissbuden

Döner, Pizza, Sushi – die Internationalisierung des Geschmacks brauchte nur zwei Zutaten: Imbissbuden und Migration. Gastrosoph Peter Peter spricht in der fünften Folge unseres Podcast macht Hunger über den Beitrag von Einwanderern und von Imbissständen, Foodtrucks und Streetfood zur Erweiterung des Geschmacksinns und der kulinarischen Kenntnisse überall auf der Welt.

Der Preis: Kipppunkt zur Rettung der Welt

Ob Energie, Mobilität oder Produktion: In allen Bereichen ist es nun nicht nur möglich, dem fossilen Kohlenstoff Adé zu sagen, es ist auch unvergleichlich günstiger: Der Preis ist für die Investment- und Unternehmensberaterin Tara Shirvani der entscheidende Kipppunkt für die kommende radikale Wende in der Wirtschaft. In diesem Podcast erklärt sie, warum die Wende gelingt:

macht Hunger IV: Das Schnitzel als Fremdzuschreibung

Die vierte Folge unserer Podcastreihe macht Hunger ist dem Wiener Schnitzel gewidmet. Gastrosoph Peter Peter erklärt, warum Wien als allerletztes von der Existenz des Wiener Schnitzels erfuhr – obwohl doch das Gericht so typisch ist für die Stadt. Was es mit der Liebe der Wiener zur Panier auf sich hat, erfahren Sie in diesem Podcast:

Der Stern des Anstoßes …

… ist nach Ansicht des Linguisten Karsten Rinas vollkommen überflüssig, denn die männliche Form – das berühmte generische Maskulinum unter anderem der deutschen Sprache – sei bereits geschlechtsneutral. Für Rinas ist die männliche Form geschlechtlich nicht markiert, die weibliche Form hingegen schon: „Lehrer“ ist neutral, „Lehrerin“ eine weibliche Lehrkraft. Die ganze Argumentation in diesem Podcast:

macht Hunger III: Als die Pizza Chicago nach Würzburg brachte

Gastrosoph Peter Peter erklärt in der dritten Folge unserer Podcastreihe macht Hunger den Erfolg der Pizza, den Sinn der Treppenblockade, die der Welt Slow Food schenkte und die Tatsache, dass die italienische Küche keine Klassengrenzen kennt. In den Worten von Peter Peter: „Die italienische Küche kennt keine Hierarchie.“

Europa schafft das!

Autoritäre Populisten im Inneren, Energiekrise und ein Krieg: Die Soziologin Caroline Hornstein-Tomić hat dennoch keine Angst um Europa. „Es war noch nie so einig“, sagt sie im Podcast. Die Zivilgesellschaft in Europa sei stark genug, den Traum Europa wahr zu machen – egal, was autoritäre Populisten sagen; egal, wie sehr die EU-Institutionen – „zu Recht!“, wie sie sagt – an Vertrauen verloren haben.

macht Hunger II: Frankreich: Wie der Drill in die Küche kam

Dass Marie Antoinette das mit dem Kuchen und dem Brot sagte, ist kein Zufall. Sie kannte nichts anderes: In der zweiten Folge unserer Podcastreihe macht Hunger führt Gastrosoph Peter Peter zu den Ursprüngen der französischen Küche – die liegen unter anderem in Versailles und im Paris seit 1789. Zwar isst heute kaum jemand noch irgendwas mit Butter und Cognac gleichzeitig, aber ohne Frankreich, Versailles und die Französische Revolution gäbe es keine europäische Esskultur. In den Worten von Peter Peter: „Wer in einem Park Bäume wie Truppen anordnen kann, schneidet auch ein Fischfilet in ein Quadrat.“

Klimakrise: Die Krise, die wir nicht glauben

„Viele Menschen verstehen den Klimawandel intellektuell, aber sie glauben es emotional eigentlich nicht“, sagt Fred Luks. Der Ökonom spricht im Podcast darüber, warum es nur dann gelingen wird, das Vernünftige zu tun, nämlich eine Transformation zur Nachhaltigkeit einzuleiten, wenn viele Menschen auch emotional begreifen, dass der Klimawandel eine potenziell existenzielle Bedrohung ist. Dann nämlich schöpfen wir Hoffnung und die führt zum Handeln.

macht Hunger I: Die sanfte Macht der Nationalgerichte

Essen ist politisch: In der ersten Folge unseres Podcasts macht Hunger erklärt Gastrosoph Peter Peter, warum Nationalgerichte niemals Zufall sind. Es geht um Gastrodiplomatie. Gastrodiplomatie ist Nationalismus mit sanftem Antlitz, und Peter Peter erklärt, warum sie meistens funktioniert: „Nationalgerichte sind identitätsstiftend. Man darf nicht unterschätzen, welch‘ wichtige Säulen des Nation Building sie sind.“ Die Podcastreihe macht Hunger ist der Politik, Wirtschaft und Kulturgeschichte von Gerichten, Rezepten, Lebensmitteln und Kochkünsten jeder Küche dieser Erde gewidmet.

Globalisierung – Das Versagen der Politik

Kann Europa, die EU, 30 Jahre nach dem Maastricht-Vertrag 1993, in der globalen Wirtschaft noch eine politisch wie ökonomisch relevante Rolle spielen? „Die Politik hat die Risiken der Globalisierung nicht genug abgesichert“, sagt der Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Andreas Treichl, langjähriger CEO der Erste Group. Europa ist weder politisch noch wirtschaftlich so stark, wie es sein müsste, um Wohlstand und Demokratie zu erhalten; für China oder die USA ist Europa kein attraktiver Wirtschaftspartner mehr, so Treichl: „Vor 30 Jahren war Europa der größte Exporteur, der größte Binnenmarkt und der wohlhabendste Kontinent. Das alles sind wir nicht mehr.“ Ein Podcast über Auswege aus dem Relevanzverlust.

Zum Stand des Krieges

Als Putin am 17. Juli 2023 das Getreideabkommen nicht mehr verlängerte, nahm er in Kauf, das Lager seiner Unterstützer, vor allem die Türkei und China, zu brüskieren. Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott zieht nach 17 Monaten des Krieges eine nüchterne Bilanz und erklärt, warum und wie sehr China, die Türkei und einige afrikanische Staaten von Russland abhängig sind und was Russland wiederum von ihnen braucht.

Leben und Sterben der Demokratien

Verschwindet eine Demokratie, ist das nicht sofort zu spüren, erklärt der Politikwissenschaftler und Völkerrechtsexperte Ralph Janik in diesem Podcast. „Besonders Scheindemokratien legen sehr viel Wert darauf, dass alle Gesetze eingehalten werden“, sagt er. Während formal noch alles stimmt, ist vielleicht die Presse- und Meinungsfreiheit bereits still gestorben, weil alle Medien einer Person gehören oder es de facto kein Recht auf Protest mehr gibt. Das Tragische: Die Aushöhlung demokratischer Rechtsstaaten geschieht oft auch mit Hilfe von Gesetzen.

Chinas dreckige Expansion

Spätestens seit 2012/2013 zeigt China verstärkt seine autoritäre Seite und beginnt zeitgleich, massiv in Infrastrukturen auf der ganzen Welt zu investieren: die Neue Seidenstraße. Unter dem Strich ist das reine Machtpolitik, sagt der China-Experte Philipp Mattheis im Podcast und zeigt, wie mit den Brücken, Schienen und Straßen auch der Autoritarismus Chinas expandiert. „Die Wirtschaftspolitik Chinas ist neben diesem Machtanspruch von keinerlei Werten getragen“, stellt Mattheis fest.

Der Wolf ist streng geschützt. Zu Recht?

Der Wolf wird in Europa bleiben, sagt der Wildtierbiologe Klaus Hackländer. Wer Wolf und Almwirtschaft will, muss sich nicht nur mit Wolfsrissen, sondern auch mit der Lage der Landwirte und unserem Freizeitverhalten auseinandersetzen.

Tiefe Konzentration im Kollektiv

Im Lesesaal sind alle gleichermaßen gepeinigt, sagt der Bibliotheks-Historiker Ulrich Johannes Schneider im Podcast und erzählt die Geschichte der Stille in den Lesesälen.

Lückenbüßer Arbeitsmigranten

Die Debatte um Zuwanderung in den Arbeitsmarkt ist konfus und wird von den Bedürfnissen der großen Unternehmen dominiert, sagt der Migrationsforscher Thomas Liebig. Das führt zu schlechten Maßnahmen für alle.

Kippt die Demokratie in Israel?

Ebenso wie die militärische Gewalt eskaliert, kommt nun ein alter Konflikt an seinen Kipppunkt: Soll Israel ein religiöser oder ein säkularer Staat sein? Ein Podcast mit der Historikerin Jenny Hestermann.

Ein leises Servus für den Huchen

Den Huchen gibt es nicht mehr. Fast. Ein einziger Fluss in Österreich ist ihm geblieben, die Mur. Ein Podcast über das Aussterben mit dem Hydrobiologen Stefan Schmutz.

Geheime Mächte in unserem Darm

Sie können uns krank und gesund machen, ängstlich und forsch: Die Mikroorganismen unseres Darms. Im Podcast erklärt die Mikrobiologin Christine Moissl-Eichinger was unser Mikrobiom eigentlich macht.

Die Enttäuschung der Schweizer

Nicht nur der Niedergang der Credit Suisse trifft die Überzeugungen und Werte der Schweizer ins Mark: Auch die Legitimität der Neutralität steht zur Debatte. Die Philosophin Katja Gentinetta erklärt ihr Land.

Beenden Frauen das Regime im Iran?

Die Frauen im Iran haben es mit einem gefährlichen Gegner zu tun – den Revolutionswächtern. Doch ihr Widerstand zeigt, dass der Gottesstaat nun am Ende ist. Warum, erklärt die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur.

Ein Jahr Krieg. Wie lange noch?

Putin setzt das New Start-Abkommen aus und sieht die staatliche Existenz Russlands bedroht: Ein Jahr Ukraine-Krieg, und die Lage ist so düster wie lange nicht. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und Russland-Experten Gerhard Mangott.

Wofür junge Frauen kämpfen

Die Jugend heute hat starke Werte – Klima, Frieden und Menschenrechte sind ihr wichtig. Es sind die jungen Frauen, die auch dafür kämpfen. Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier im Podcast.

Wandel, das mögen wir nicht

Wie gehen wir mit unserer Geschichte um? Sie hat grausige Seiten, die nicht verschwiegen werden dürfen, sagt der Schriftsteller Michael Köhlmeier. Für ihn ist Cancel Culture eine falsche Tugendhaftigkeit.

Computer, löse unsere Probleme!

Künstliche Intelligenz wird immer leistungsstärker. Sie wird Probleme von Klimawandel bis Mobilität lösen, prognostiziert Machine-Learning-Experte Sepp Hochreiter. Im Podcast erklärt er, warum wir uns vor der KI nicht fürchten müssen.

Kommt das Ende des autoritären China?

Xi Jinping hat seine Macht scheinbar einzementiert. Doch die Proteste haben gezeigt, dass die Autorität von Xi und der KPCh auch bröckeln kann – mit geopolitischen Folgen. Ein Podcast mit der Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik.

Und jetzt Dunkelflaute?

Störfälle und Dunkelflauten: Sobald die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, geht Deutschland die Energie aus, sagt Harald Schwarz, Professor an der Universität Cottbus. Für eine Energiewende hin zu einer Energie, die nicht grundlastfähig ist, fehlen die Speicherkapazitäten.

Auf in die Klimakrise

Unser Ressourcen-Verbrauch treibt den Planeten über seine Grenzen. Der Menschheit fehlen die politischen Strukturen, um auf diese globale Krise reagieren zu können, sagt der Tübinger Politikwissenschaftler Jörg Tremmel. Und ja, zuviele Menschen gibt es auch.

Grüne Gentechnik ist Fortschritt

Zurück zur Natur ist eine naive Vorstellung, sagt die Biologin Ortrun Mittelsten Scheid und bricht die Lanze für grüne Gentechnik. Sie ist die Fortsetzung einer jahrtausendealten Tradition, Pflanzen zu optimieren. Die Ablehnung findet sie wissenschaftsfeindlich.

Was ist eine gute Schule?

Wie finden Eltern die optimale Schule für ihr Kind? Diese Frage beantwortet der österreichische Bildungsexperte Michael Schratz. Eine gute Schule hat ein Leitbild, fördert Teamgeist und will Kindern Eigenverantwortung beibringen, sagt er.

Digitale Enteignung

Der Vordenker Georg Franck hat für die Art der Ökonomie, die unser Leben bestimmt, den Begriff Ökonomie der Aufmerksamkeit gefunden. Diese Ökonomie macht uns alle zu Produzenten, aber wir verdienen nichts daran. Ein Podcast über den Preis von Likes und Klicks.

So tickt China

Für China ist der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ein Störfaktor, sagt die Politologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Wer die Geschichte der Volksrepublik versteht, der kann auch ihre Zukunft deuten, sagt sie. Ein Podcast über den Status Quo, innenpolitische Machtkämpfe und die Gefahr eines Weltkrieges.

Nicht alt werden, geht das?

Als Mediziner hat sich Johannes Huber jahrzehntelang mit dem menschlichen Körper beschäftigt. Seine Theorie gegen das Altern ruht auf drei Säulen: einem gesunden Leben, den Hormonen und den Genen. Einiges davon lässt sich durch Ernährung, Sport und positiven Stress beeinflussen.

Vorsorge für den Totalausfall

Bei einem Blackout ist nicht einfach nur der Strom weg: Es beginnt innerhalb von Tagen ein Kampf ums Überleben. Kann man vorsorgen? Herbert Saurugg sagt, man kann. Und man muss: Für den Krisenvorsorge-Experten ist nämlich nicht die Frage, ob, sondern wann es zum Totalausfall kommt.

Energie selbst machen

Von der Inflation merkt Boris Maier kaum etwas: Der Baumeister aus Oberösterreich gewinnt die Energie für Heizung und Strom nämlich selbst – mit der Kraft der Sonne. Im Podcast erklärt er, wie Energieautarkie funktioniert.

Das Klima retten – eine Zeitfrage

Seit gut 40 Jahren wissen wir sehr genau, was auf uns zukommt. Passiert ist bisher nichts. Klimaforscher und Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Podcast über die Modellrechnungen der Klimaforschung, die Gründe für unser Nichtstun und wie Maßnahmen gegen den Klimawandel jetzt den Wohlstand retten.

Wie wird der Ukraine-Krieg Europa verändern?

Der Krieg in der Ukraine ist eine Zäsur für die Europäische Union. Sie braucht jetzt Einigkeit und Zusammenhalt und muss mehr sein als nur ein Wirtschaftsraum. Rainer Münz, Sozialwissenschaftler, im Podcast über die Überlebenschancen der EU.

Was braucht der Balkan für den Frieden?

Christian Schmidt ist auf schwieriger Mission: Er ist der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen in Bosnien-Herzegowina und soll dazu beitragen, den Frieden für das Land zu wahren. Seine Gegner: Nationalismus und Korruption. Seine Hoffnung: Die Jugend.

Kann Musik heilen?

Keine Sprache spricht so direkt zu unserer Seele wie die Musik, sie erreicht uns auch dann noch, wenn Worte nicht mehr helfen – bei Autismus, bei Parkinson, bei Schizophrenie oder bei Depressionen. Thomas Stegemann, Professor für Musiktherapie in Wien, im Podcast über die Macht der Musik.

„Wir werden Migration brauchen“

Europa ist überaltert und wenig innovativ. Die Migrationsexperten Rainer Münz, Christian Helmenstein und Veronika Bilger zeigen Wege auf, wie die EU zu der Zuwanderung kommt, die die Wirtschaft braucht.

Wie schmeckt die Zukunft?

Es ist soweit: Bei Fleisch aus Massentierhaltung ist der Gipfel erreicht, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler. In Zukunft kommt mehr Gemüse auf die Teller sowie Fleisch und Fisch aus dem Labor. Im Podcast skizziert die Trendforscherin, warum das so ist und wohin die Reise nun geht.  

Was ist los mit Russland?

Die EU ist für Putin zunehmend ein „Ärgernis“. Das sagt Russland-Experte Gerhard Mangott im Podcast. Im Gespräch erklärt er, wie es innerhalb der drei Jahrzehnte seit dem Zerfall der Sowjetunion dazu kommen konnte, und was der Westen tun kann, um die entgleiste Beziehung zu retten.

Atomkraft, Angst lass nach

Die Energiegewinnung durch Atomkraft hat ein schlechtes Image, vor allem im deutschsprachigen Raum. Langfristig bedeutet der Verzicht auf diese klimaneutrale Energiequelle einen Wettbewerbsnachteil, sagen der Kernphysiker Helmuth Böck und der Atomexperte Manfred Haferburg. Ein Podcast über Atomkraft, Energie-Verknappung und Sicherheit.

Der Wald, unser Verbündeter

Bäume wachsen nach. Diese Tatsache ist für den Holzbau-Unternehmer Erwin Thoma der Schlüssel für die Zukunft unserer Städte und Häuser, ja unseres Wohlstands: Der Wald kann uns von der jetzigen Wirtschaft des Mangels zu einer Wirtschaft der Fülle führen. Ein Gespräch darüber, wie nachhaltige Waldnutzung wirklich funktioniert.

Diese Inflation bleibt

Die Preise steigen, die Löhne nicht. Geld wird immer weniger wert. Andreas Treichl, ehemaliger Chef der Erste-Bank prognostiziert eine anhaltende Krise. Ein Experten-Podcast über die Unschärfe des Inflationsindex, Teuerung und das Ende des Sparens.

„Die Welt besser verstehen“

Der Pragmaticus stellt seinen Herausgeber vor: Prinz Michael von und zu Liechtenstein spricht in diesem Podcast über seinen Blick auf die Welt, seine neue Rolle in der Medienlandschaft und seine Lust an Debatten mit lösungsorientierter Ausrichtung.

Auf die Plätze, fertig, Strom

Elektromobilität ist kein utopisches Zukunftsthema mehr, sondern nimmt gerade Gestalt an. Werden schon bald Elektroautos auf unseren Straßen fahren? Der Pragmaticus hat sich umgehört und den Energie-Experten Ulrich Schmidt und die Usability-Forscherin Gracia Brückmann vors Mikrofon gebeten.