Schubumkehr für globalisierte Wirtschaft
Die seligen Zeiten einer unipolaren Weltordnung sind vorbei. Statt Globalisierung steht geopolitisch digitales Risikomanagement am Programm, sagt Buchautor Thomas Ramge im Pragmaticus-Podcast.

Wirtschaft ist ein Spiegel der geopolitischen Entwicklungen. 30 Jahre war Globalisierung die Marschrichtung, US-Präsident Donald Trump hat diese Ära beendet. Statt Wandel durch Handel steht nun Protektionismus auf der politischen Agenda. Die Stunde der Nashörner ist der Titel eines Buches von Ansger Baum und Thomas Ramge, das Wirtschaftstreibende zum Neudenken anregen will. Geopolitik ist einer der größten Risikofaktoren, der für das Überleben von Unternehmen entscheidend sein wird, sagen sie. Sie ist derzeit zwar wenig vorhersehbar, doch sollte immer Teil jedes Kalküls sein. ,,Denn, und auch das ist eine These des Buches, der Wirtschaftskrieg auf der Welt hat längst begonnen.“
Im digitalen Zeitalter geht es um technologische Vorherrschaft, und weil China den USA in dieser Beziehung gerade den Rang abläuft, brechen überall auf der Welt Konflikte aus. Das gegenseitige Demonstrieren von Stärke gehört zu diesem Powerplay dazu, der Einmarsch der USA in Venezuela ist das jüngste Beispiel dafür, sagt Thomas Ramge und gibt einen interessanten Einblick in Geo-Craft, jener Disziplin, um die es in den kommenden Jahren gehen wird.
Ein Podcast über das Wettrennen zwischen den USA und China
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Decoupling, das sich Abkoppeln von China, ist keine Option, es wäre wirtschaftlicher Selbstmord.
Technologie-Experte Thomas Ramge

Über Thomas Ramge
Thomas Ramge ist Buchautor, Keynote-Speaker und Associated Researcher am Einstein Center Digital Future. Er beschäftigt sich mit technologischen Veränderungen unserer Zeit und hat mehr als 20 mitunter preisgekrönte Sachbücher geschrieben. Anlass für diesen Podcast ist Die Stunde der Nashörner, erschienen im Murmann Verlag.



