Geschichten hinter Gerichten

Filet Wellington, Sandwich, Kaiserschmarrn: Hinter vielen Speisen verstecken sich fantastische Geschichten. Peter Peter erzählt im neuen machtHunger-Podcast, welche „Meals of fame“ er kennt.

Filmszene aus dem Stummfilm „The Kid Brother“. Das Bild illustriert einen Artikel über „Meals of fame“.
Versteckte Geschichten entdecken: In Irland wollte nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg (1919–1921) niemand mehr „English breakfast“ essen, es wurde in „Irish Breakfast“ umbenannt, ist aber genau dasselbe. Filmszene aus dem Stummfilm „The Kid Brother“. © Getty Images

Woher kommen die Namen von Speisen? Haben sich da Köche verewigt? Wollten Hoflieferanten ihren hochwohlgeborenen Auftraggebern schmeicheln oder gab es einfach Regionen, in denen das Essen so gut und so außergewöhnlich war, dass es sich in die Küchen dieser Welt schaffte? Mayonnaise, Pfirsich Melba oder Russischer Salat: Der Gastrosoph Peter Peter gibt in der neuesten Ausgabe von machtHunger hunderte kleine Geschichten zum Besten. Es ist historischer Tritschtratsch aus der Welt der Gastronomie, führt aus, welche Speisen im Grunde genommen als „Flag food“, also als Fahnenverehrung, entstanden sind – und wie sich in Gebildgebäck Geschichten in Kuchen verewigt haben. Und es geht natürlich auch um den verfressenen Politiker Otto von Bismarck und seinen Einfluss auf die deutsche Essenskultur.

Auch in dieser Ausgabe beweist Peter, dass das Über-Essen-Sprechen eine Einladung für Zeitreisen sein kann. Oder wussten Sie, dass Sandwiches deshalb entstanden, weil Earl Sandwich etwas gegen seinen Hunger wollte, das ihn nicht vom Kartenspielen abhielt?

Ein Podcast voll mit Anekdoten zu berühmten Speisen

Der Name wäre längst aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden, wäre er nicht in einer Speise verewigt.

Peter Peter über den Lord of Sandwich

Gefällt Ihnen der Podcast?

Diese Episode ist die fünfte Episode der vierten Staffel unseres Podcasts machtHunger mit dem Gastrosophen Peter Peter. In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.

Über Peter Peter

Portraitfoto von Peter Peter.
Beim Essen gibt es keine Zufälle: Gastrosoph Peter Peter zeigt im Podcast machtHunger wieviel politisches Kalkül im Essen steckt. © Gregor Kuntscher © Gregor Kuntscher

Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischen Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.

machtHunger Staffel III

machtHunger Staffel IV