Unsere Podcasts
Gespräche mit Wissenschaftlern, Experten und Wirtschaftstreibenden über die brennenden Themen unserer Zeit: Wer etwas zu sagen hat und neue Perspektiven einbringt, kommt in unseren Podcasts zu Wort.
Alpbach 2026: Europa auftrainieren
Anlässlich des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach spricht Christian Kern, Vizepräsident des Europäischen Forum Alpbach, in der aktuellen Podcastfolge über das Potenzial Europas. Wirtschaftlich muss Europa seine Exportkraft nutzen, sagt Kern, gibt aber auch zu, wie schwierig die Vereinheitlichung unterschiedlicher Systeme sein kann. Doch die Anstrengung für mehr Gemeinsamkeit zahlt sich aus, sagt er. Denn es geht um nichts weniger als darum, die Demokratie und damit die Freiheit jedes einzelnen zu verteidigen.
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Wahnsinn Bürokratie
Alle fordern den Abbau von Bürokratie – doch niemand macht mit. Jan Kluge, Experte für die Themen Klima, Wirtschaftsstandort und Digitalisierung im wirtschaftsliberalen Thinktank „Agenda Austria“, nennt die drei Interessengruppen, die eine Vereinfachung von Gesetzen, Vorschriften und Verwaltungsaufgaben verhindern: die Beamten selbst, die Politik und vor allem Lobbyisten, die neue Vorschriften fordern, um ihren Auftraggebern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Ein Gespräch über Macht, Beharrungskräfte und die Grenzen staatlicher Steuerung – und über die beunruhigende Frage, was passiert, wenn selbst Experten das System nicht mehr vollständig überblicken.
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Autoindustrie: Was Europa von China lernen muss
Die europäische Autoindustrie steckt in der Krise: schwache Absatzzahlen, Überkapazitäten, Stellenabbau und Rückstände bei Software und Batterien. Doch für Beatrix Keim, Direktorin am deutschen Center Automotive Research, ist die Lage zwar ernst, die Aussichten aber sind durchwegs positiv.
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Warum Bauern blockieren
Ohne Bauern kein Essen. Ohne Bauern keine Kulturlandschaft. Ohne Bauern kein Erholungsraum. Und trotzdem wissen die wenigsten über die Lebensrealitäten der Bauern und Bäuerinnen in der Europäischen Union Bescheid. Vor allem: Gibt es den prototypischen Bauern in dieser Form überhaupt? Das ist eine der zentralen Fragen, die Franz Fischler, ehemaliger Agrarkommissär der Europäischen Union, im Podcast beantwortet. Er analysiert das Image, dröselt die Agrarförderungen im Detail auf und zeigt, wie hochkomplex das Zusammenspiel mit anderen Wirtschaftszweigen – allen voran dem Handel – ist.
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Der Krieg kommt nach Russland
Der Angreifer Russland kann die Ukraine nicht in die Knie zwingen. Kiew dringt mittlerweile mit Drohnen bis nach Moskau vor. Der Politologe Gerhard Mangott zieht in der aktuellen Podcast-Folge Zwischenbilanz.
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Was ist das Nationalgericht der USA?
Die USA feiern ein Semiquincentennial. Wer nicht weiß, was dieses schwer auszusprechende Wort bedeutet: Im Grunde 250 Jahre. Am 4. Juli 1776 haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika von Großbritannien abgekoppelt und ihre Unabhängigkeit erklärt. Das wird gefeiert. Peter Peter und Karin Pollack haben das im aktuellen machtHunger zum Anlass genommen, herauszufinden, ob es überhaupt ein amerikanisches Nationalgericht gibt.
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KI transformiert die Welt, wo steht Europa?
Artificial Intelligence wird die Welt von Grund auf verändern. Damit das am Ende auch gut geht, müssen wichtige Weichen gestellt werden, ist der AI-Experte Matthias Samwald von der Meduni Wien überzeugt. Ein Podcast über die Chancen und Gefahren Künstlicher Intelligenz.
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Staat, lass nach!
Wider die Bevormundung und für die Freiheit der Gedanken, und zwar Gedanken aller Art: Konrad Paul Liessmann will sich nicht gängeln lassen, schon gar nicht vom Staat. Dieser, so ist er überzeugt, mischt sich heutzutage ohnehin in viel zu viele Bereiche des Lebens ein. Besonders empört ihn, wenn die Politik Meinungen bestimmt und der Gesetzgeber immer neue Vorschriften erlässt. Denn das schränkt für ihn als Bürger die Freiheit ein, und Freiheit ist schließlich das höchste Gut. Ein Podcast über die wenigen Aufgaben des Staates.
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250 Jahre USA: Pomp, Prunk und Sorge
Vor einem Vierteljahrtausend erklärten die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit. Der Historiker Manfred Berg blickt auf 250 Jahre USA zurück und erklärt im Podcast, warum er um die älteste Demokratie besorgt ist.
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Hantavirus: Von Mäusen zu Menschen
Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der Familie der Hantaviren handelt. Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun? Virologe Florian Krammer beantwortet diese und weitere Folgen im Podcast.
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Förderdschungel ausholzen
örderungen sind ein Instrument, um Entwicklungen voranzutreiben. Doch in Österreich ist das längst nicht mehr der Fall. Es gibt so viele verschiedene Förderungen, dass keiner mehr den Überblick hat. Viele von ihnen verfehlen ihren Zweck. Der Ökonom Hanno Lorenz kritisiert den Wildwuchs, der durch Österreichs Förderungen entstanden ist. Selbst die Transparenzdatenbank, die Licht in den Förderdschungel bringen sollte, erfüllt ihren Zweck dabei nicht. Die dort aufgelisteten 5.500 Einträge sind ein Sammelsurium von Ineffizienz und Doppelgleisigkeit. Höchste Zeit für Reformen im Förderdschungel.
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Wie sicher ist die Energieversorgung in Österreich?
„Wir sprechen noch nicht von einem Mangel, sondern von einer Knappheit.“ Wenn Christoph Dolna‑Gruber so einen Satz sagt, hört man besser genau hin. Der Stratege der Österreichischen Energieagentur analysiert seit über 15 Jahren, wie sicher unsere Energieversorgung wirklich ist – und warum Europa in der aktuellen Krise verletzlicher ist, als vielen lieb ist.
In dieser Folge des Pragmaticus-Podcasts erklärt Dolna‑Gruber, warum die derzeitige Lage laut IEA‑Chef Fatih Birol „größer ist als die Ölkrisen der Siebziger“ – und was das konkret für unseren Alltag bedeutet.
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machtHunger: „Gehen wir ein Eis essen?“
In dieser Folge der Podcast-Reihe machtHunger erzählt der Gastrosoph Peter Peter die Geschichte des Gelato. Sie begann im alten Mesopotamien, als Wassereis mit Fruchtsaft, kommt dann als Schlürfgetränk nach Europa und erlebte in der Renaissance als Milcheis eine Neudefinition. Zentrum des Eishandels waren die Dolomiten. Von dort kamen die Eisblöcke, mit denen in Wien Eis im Becher produziert werden konnte. Zudem gibt es viele Fragen rund um das kalte Vergnügen. Warum heißen Eisdielen eigentlich Eisdielen? Wer hat das Softeis erfunden? Und seit wann gibt es das „Stanitzel“? Antworten gibt es in dieser machtHunger-Ausgabe zu Gelato.
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Warum China Europa braucht
Wenn Wirtschaftsmacht zählt, hat sich China in den letzten beiden Jahrzehnten an die Weltspitze gearbeitet. Das Land ist längst nicht mehr nur die Werkbank der globalisierten Wirtschaft, sondern übernimmt in vielen Feldern bereits die Technologieführerschaft. Die Welt braucht eine Vielzahl von Produkten aus China, daraus hat sich geopolitisch ein Wettkampf mit den USA gebildet. Die Bedingungen auf dem Weltmarkt sind rau, nicht zuletzt auch wegen Donald Trumps rigider Zollpolitik. Wo steht in diesem Match allerdings Europa? Diese Frage beantwortet der deutschen Politikwissenschafter Tim Rühlig vom European Union Institute of Security Studies (EUISS).
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Rettet das Gesundheitssystem!
Bund, Länder, Gemeinden, fünf verschiede Krankenversicherungsträger, Ärzte- und Apothekerkammer, Pensionsversicherung, private Versicherer: Das Gesundheitssystem ist intransparent und ein Wust aus 1900 Finanzströmen. Die Versorgung ist am Anschlag, warnen alle, die es von innen kennen. Bald werden die Leistungen für Kranke nicht mehr in der Form erbracht werden können, die dem besten Standard entsprechen, ist der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer überzeugt.
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So verstaubt ist Österreichs Neutralität
Nach dem Ende zweier Weltkriege war die Neutralität Garant für den Frieden. Österreich lag am Rande des Eisernen Vorhangs, die Gefahr in die Einflusssphäre des kommunistischen Ostblocks zu geraten, war überall spürbar. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Österreich liegt in der Mitte Europas, umgeben von freundlich gesinnten Nachbarstaaten. Was also bringt Österreich die Neutralität eigentlich noch? Dieser Frage stellt sich der Völkerrechtler Ralph Janik im Pragmaticus Podcast. Und er hat darauf eine ganze Reihe von Antworten. In erster Linie, so sein Befund, ist die Neutralität eine emotionale Größe und identitätsbestimmend für das kleine Land Österreich. Strategisch bringt sie, da ist er sich sicher, wenig. Außer innenpolitisch.
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Europas Verteidigungskraft scharf stellen
Die Zeiten, als Europa sich unter dem Schutzschirm der NATO wähnte und sich auf das Bekenntnis zu Frieden verlassen konnte, sind Vergangenheit. Das signalisieren die USA seit langem und Präsident Donald Trump bringt es drastisch zum Ausdruck. Diese Gangart wird bleiben, ist sich die deutsche Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin sicher. Konkret, sagt sie, setzen die aktuellen Großmächte ihre imperialistischen Pläne um und alles, was in solchen Zeiten zählt, ist die eigene Wehrhaftigkeit.
Die Feinde von Europas Wehrhaftigkeit sind nicht nur Mächte von außen, sondern kommen auch von innerhalb der EU. Puglierin kennt deren Argumente und hat Antworten parat. Und sie erzählt im Podcast nicht nur von den Lücken, sondern auch von den vielversprechenden Verteidigungsprojekten innerhalb der Europäischen Union.
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Wahlen in Ungarn: Magyar gegen Orbán
Am 12. April entscheidet Ungarn über eine neue Regierung. Vielleicht kommt nach 16 Jahren Fidesz Péter Magyar mit seiner Partei Tisza an die Macht? Die Politologin Eszter Kováts charakterisiert die Kontrahenten, analysiert die zentralen politischen Themen in Ungarn und lotet aus, was nach dem 12. April alles passieren könnte.
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machtHunger: Unser Osterbrot gib‘ uns heute
Die Pragmaticus-Podcastserie machtHunger geht in die fünfte Staffel und widmet sich in der ersten Folge dem täglichen Brot und dem Backwerk, das zu hohen Feiertagen auf den Tisch kommt. Dieser Tage sind es die Colomba oder die Osterpinzen: Gastrosoph Peter Peter erzählt in einer neuen Folge von machtHunger, warum Brot etwas Heiliges ist.
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Zeitumstellung: Wie die Sonne unseren Körper steuert
Zwei Mal im Jahr die selbe Herausforderung für den Organismus: Die Uhren werden umgestellt. Am 29. März startet wieder die Sommerzeit. Die Uhren werden vorgestellt, dadurch bleibt es abends länger hell. Welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf den menschlichen Organismus? Die Epidemiologin Eva Schernhammer beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, kennt die Studienlage und erklärt in diesem Podcast, was die Wissenschaft über den Einfluss von Tag und Nacht auf die Zellen weiß. Dabei geht es um das Gehirn als Steuerzentrale für unterschiedliche Körperfunktionen, über die langfristigen Folgen von Beeinträchtigungen des Tag-Nacht-Rhythmus wie Nachtschichten oder Jetlags aber auch um die sogenannte Bunkerstudie, in der untersucht wurde, was passiert, wenn Menschen vollkommen ohne Licht auskommen müssen.
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Auf die Plätze, fertig, Neustart für Österreich
Bruttoinlandsprodukt, Exportraten, Teuerung? Das alles muss besser werden, wenn das Land für nächste Generationen fit sein soll, sagt Ökonom Martin Halla in diesem Podcast und würde dem Land am liebsten eine Rosskur verordnen. Er ist überzeugt, dass Österreich in vielen Bereichen einen zu aufgeblähten Staat betreibt. Dass es möglich wäre, die teilweise undurchschaubar komplexe Systeme zu vereinfachen, zeigt er am Beispiel des Sozialsystems. Unterschiedlichste Institutionen sind bei den vielen verschiedenen Sozialleistungen involviert. Daraus entsteht ein Dschungel an Vorschriften und Zuständigkeiten und das führt oft dazu, dass Bezugsberechtigte manchmal gar nicht die ihnen zustehenden Leistungen bekommen.
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Nahost – Pulverfass für die ganze Welt
Im Nahen Osten sprechen die Waffen. Es ist ein Krieg an sehr vielen Fronten, sagen Matthias Wasinger vom Österreichischen Bundesheer und die Nahost-Expertin Gudrun Harrer im Pragmaticus-Podcast. Wasinger beleuchtet die militärischen Dimensionen des Konflikts. Wie lang kann sich der Iran wehren? Warum greift er die Golfstaaten an? Und welche Rolle könnten die Kurden als Infanteristen der USA spielen? Harrer hingegen analysiert die internen Strukturen des iranischen Machtapparats. Warum ist das Regime nicht zusammengebrochen? Und warum ist die Protestbewegung alles andere als einheitlich. Harrer entwirft eine Reihe von Zukunftsszenarien, in denen auch der Zerfall des Iran eine Option sein könnte.
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Liberalismus in Gefahr
Wer heute Politik macht, kann das nicht mehr ohne Social Media tun. Doch wer dort wirklich reüssieren will, setzt vor allem auf Empörung. Es ist das Gefühl, das am besten mobilisiert. Und genau das machen rechtspopulistische Parteien sehr erfolgreich. Differenzierte Darstellung, rationales Denken und liberale Positionen geraten ins Hintertreffen, stellt der Buchautor Fritz Jergitsch fest. Aber nicht nur das. Jergitsch Diagnose geht viel weiter. Eine immer größer werdende Gruppe von Menschen fühlt sich von den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen überrollt. Die Globalisierung hat den Arbeitsmarkt in vielen Ländern gesprengt, die Produktion von Waren ist in weiten Teilen nach Asien transferiert worden. Ein weiteres Phänomen ist die Landflucht; die Lebenswirklichkeiten zwischen der Stadtbevölkerung und denen, die am Land leben, ist komplett unterschiedlich und die Basis für die gesellschaftliche Spaltung. All diese Faktoren zusammen betrachtet, sind die Ursache dafür, warum sich immer mehr Menschen autoritären Führern zuwenden.
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Die Lehren aus dem Ukraine-Krieg
In vielen Ländern Europas glauben die Menschen, der Krieg in der Ukraine würde eines Tages einfach zu Ende sein. Die Front ist weit weg und das Wissen über die geopolitischen Zusammenhänge unzureichend, weil jeden Tag neue Nachrichten kommen. Deshalb ist Wegschauen und Ignorieren einfacher als sich mit den harten Tatsachen zu konfrontieren. Vier Jahre Krieg in der Ukraine – die Soldaten auf beiden Seiten sind in einer Art Pattstellung. Wie sieht die Zukunft dieses Konflikts, in dem die gesamte Welt involviert ist, aus? Darüber spricht der Politologe Gerhard Mangott in diesem Pragmaticus-Podcast.
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Vom „finanziellen Wohlbefinden“ im Alter
Wie sicher sind Österreichs Pensionen – und was bedeutet das für folgende Generationen? Im Gespräch mit der Ökonomin Heike Lehner diskutieren wir die Schwächen des derzeitigen Umlagesystems, die steigenden Budgetzuschüsse und die Risiken, die sich daraus ergeben. Lehner erklärt, warum sie eine Stärkung der zweiten und dritten Säule fordert, welche Reformen sie für unvermeidlich hält und wieso finanzielle Bildung für jede und jeden zur Pflicht werden sollte. Ein Podcast über ehrliche Bestandsaufnahmen, mögliche Auswege – und die Frage, was wir jetzt tun sollten, damit wir im Alter wirklich gut leben können.
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machtHunger: From Nose to tail
Wenn schon Fleisch, dann aber auch alles vom Tier. Dass die Menschen nur mehr die guten Stücke von Schwein, Rind und Kühen essen, hat damit zu tun, dass die Realität der Tiere und der Akt des Schlachtens aus dem Bewusstsein verschwunden sind. In England startete eine Gegenbewegung. Der legendäre Koch Fergus Henderson hat in seinem Londoner Restaurant eine andere Devise für die Spitzengastronomie ausgerufen: From nose to tail heißt sein berühmtes Kochbuch. Es bedeutet: Alles vom Tier essen. In dieser neuen Folge von machtHunger geht es um Fleisch im Allgemeinen und die Kunst des Wurstmachens im Speziellen. Gastrosoph Peter Peter erklärt Karin Pollack, warum man in Wien Frankfurter Würstel und in Frankfurt Wienerle isst. Warum Innereien auf der Speisekarte ein Indikator für beste Küche sind, und warum der Hanswurst ursprünglich ein fahrender Sauschneider war, der den Bauern beim Sautanz, also am Schlachttag half. Ein Podcast über Fleisch und alles drum herum.
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Roms Aufstieg und Untergang
In der siebenten Folge unserer Mini-Serie „Wenn die Natur Geschichte schreibt“ führt der Umwelt- und Globalhistoriker Johannes Preiser-Kapeller von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ins antike Rom, um einige moderne Mythen zu hinterfragen. Einer davon besagt, dass Rom seinen Aufstieg einer besonders günstigen Klimaperiode verdankt, dem sogenannten Römischen Klimaoptimum. Andere meinen, das Imperium sei an einer Bleivergiftung zugrunde gegangen. Tatsächlich, so der Historiker, waren hier ganz andere Kräfte entscheidend. Unterstützt wird seine Erzählung durch den Meteorologen Andreas Strohl von der Universität Wien und den Psychologen Andreas Barth von der Sigmund-Freud-Universität in Linz.
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Wie geht digitaler Krieg?
Jede Gesellschaft kämpft mit den Waffen, mit denen sie auch Geschäfte macht. Mit diesem Zitat bringt Sönke Marahrens, Experte für Cyberwar, das Thema dieses Podcasts auf den Punkt. Es geht um den Krieg am Schlachtfeld, um Cyberwar, hybride Kriegsführung und Destabilisierungsaktionen aller Art, die die meisten gar nicht als kriegerisch wahrnehmen. Die modernen Schlachtfelder sind nicht nur in den Schützengräben, sondern überall dort, wo es Internet gibt. Sabotage von Mail-Servern, das Kappen von Unterseekabeln, Angriffe auf kritische Infrastruktur oder das Verbreiten von Falschmeldungen über Social Media: Noch nie war es für die Feinde einer freien Gesellschaft so leicht, in die Köpfe der Menschen vorzudringen. Krieg wird im 21. Jahrhundert stets auch auf einer psychologischen Ebene geführt.
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China und das geopolitische Roulette
Am 17. Februar beginnt in China das neue Jahr und ein neuer Fünfjahresplan. Chinas Staatskapitalismus setzt weiter auf Wachstum vor allem im Hightech-Bereich. Die Strategie der letzten Jahrzehnten trägt Früchte. Das Reich der Mitte ist zu einem globalen Player aufgestiegen. Die USA verstehen diese Machtposition und wehren sich. Der Einmarsch in Venezuela war eine reine Machtdemonstration der USA, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Die USA zeigen, dass Südamerika zur US-Einflusssphäre zählt. Donald Trump verteidigt die unipolaren Weltordnung. Wie blickt China auf die derzeitigen Konflikte auf der Welt? Auf den neuen Aggressor USA, den Ukraine-Konflikt und die Rolle Europas bei der Neuordnung der Welt? Weigelin-Schwiedrzik analysiert die Machtkonstellationen und setzt die chinesische Sicht auf die Welt in Perspektive.
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Schubumkehr für globalisierte Wirtschaft
Wirtschaft ist ein Spiegel der geopolitischen Entwicklungen. 30 Jahre war Globalisierung die Marschrichtung, US-Präsident Donald Trump hat diese Ära beendet. Statt Wandel durch Handel steht nun Protektionismus auf der politischen Agenda.
Im digitalen Zeitalter geht es um technologische Vorherrschaft, und weil China den USA in dieser Beziehung gerade den Rang abläuft, brechen überall auf der Welt Konflikte aus.
Das gegenseitige Demonstrieren von Stärke gehört zu diesem Powerplay dazu, der Einmarsch der USA in Venezuela ist das jüngste Beispiel dafür, sagt Thomas Ramge und gibt einen interessanten Einblick in Geo-Craft, jener Disziplin, um die es in den kommenden Jahren gehen wird.
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Neujahrsvorsatz: Weniger Social Media
Smartphones haben die Menschheit erobert. Wer in der U-Bahn unterwegs ist, sieht kaum mehr Leute ohne Mobiltelefone. Ist das das Symptom eines neuen Zeitalters oder eine besorgniserregende Entwicklung? Und gibt es medizinisch betrachtet so etwas wie Handy-Sucht? Die Psychiaterin und Suchtexpertin Gabriele Fischer von der Medizinischen Universität will sich keineswegs auf simplizistische Pauschalaussagen einlassen. In diesem Podcast erklärt sie, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet, dass das Alter von Usern und Userinnen entscheidend ist und warum ständig schnelle Informationen vor allem dann wenig begrüßenswert sind, wenn sie Gewalt zeigen. Dabei hält sie es mit Paracelsus, dessen Ausspruch „Die Dosis macht das Gift“, auch im 21. Jahrhundert bei digitalen Medien immer noch gälte.
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Weitere Folgen:
machtHunger: Geschichten hinter Gerichten
Woher kommen die Namen von Speisen? Haben sich da Köche verewigt? Wollten Hoflieferanten ihren hochwohlgeborenen Auftraggebern schmeicheln oder gab es einfach Regionen, in denen das Essen so gut und so außergewöhnlich war, dass es sich in die Küchen dieser Welt schaffte?
Mayonnaise, Pfirsich Melba oder Russischer Salat: Der Gastrosoph Peter Peter gibt in der neuesten Ausgabe von „machtHunger“ hunderte kleine Geschichten zum Besten. Es ist historischer Tritschtratsch aus der Welt der Gastronomie, führt aus, welche Speisen im Grunde genommen als „Flag food“, also als Fahnenverehrung, entstanden sind – und wie sich in Gebildgebäck Geschichten in Kuchen verewigt haben. Und es geht natürlich auch um den verfressenen Politiker Otto von Bismarck und seinen Einfluss auf die deutsche Essenskultur. Es sind köstliche, kulinarische Zeitreisen.
Ein Vulkanausbruch erschüttert die Welt
In der 6. Folge des Podcasts Wenn die Natur Geschichte schreibt erzählt der Historiker Johannes Preiser-Kapeller über den Ausbruch des Vulkans Tambora, der in den Jahren darauf Eiszeit, Hunger und Cholera brachte. Die Menschen versuchten, ihr Leid zu lindern, erfanden Gruselgeschichten, malten Sonnenuntergänge und schufen ein weltberühmtes Weihnachtslied. Dabei führt die Kunsthistorikerin Anne Hemkendreis durch die Kunstgeschichte, der Klimatologe Ulrich Foelsch erläutert, welche Systeme des Planeten durch den Megausbruch eines Vulkans aus dem Gleichgewicht geraten.
Alles außer Politik: Peter Filzmaier interviewt Helmut Schüller
Religion spielt in der Gesellschaft heute eine eher untergeordnete Rolle. Nur zu Weihnachten gehen die Menschen noch in die Kirche. Ein perfekter Zeitpunkt also, um die Frage zu erörtern, warum für die Mehrheit der Menschen eine Glaubensgemeinschaft nur mehr wenig attraktiv zu sein scheint. Peter Filzmaier, Host des Pragmaticus-Podcast „Alles außer Politik“, hat den Pfarrer Helmut Schüller zur Manöverkritik ins Tonstudio geladen. Mit kritischem Geist leuchten die beiden die dunklen Seiten der Vergangenheit aus: die unrühmliche Rolle der Kirche in der Nazi-Zeit, Missbrauchsvorfälle und Sexualdelikte und Intransparenz in kirchlichen Entscheidungsprozessen. Die Kleriker fürchten Machtverlust, und das sei der Grund, warum Reformen so schwer umsetzbar sind, so Schüller, der gleichzeitig die nach wie vor wichtige Rolle der Kirche betonte – etwa dann, wenn es um seelsorgerische Aufgaben in der Gesellschaft geht.
Weltkrise? Nur keine Angst
Angst ist eine sehr lebensbestimmende Größe und hat immer dann Hochkonjunktur, wenn sich das Leben rasant verändert. Es gibt Krieg in Europa, die Inflation macht das Leben teuer, und ob wir alle unsere Jobs behalten, wenn die Künstliche Intelligenz das Ruder übernimmt, ist ungewiss. Grund genug, sich mit dem mächtigen Gefühl der Angst auseinanderzusetzen. Was ist Angst? Warum fürchten sich nicht alle gleichermaßen und was erzeugt es im Körper. Der Neurobiologe Marcus Täuber hat sich in seinem eben erschienenen Buch Das Ende der Angst mit dieser emotionalen Grundstimmung sehr ausführlich beschäftigt. In diesem Podcast erklärt er die physiologischen Grundlagen, beschreibt, mit welchen Methoden Angst in ihre Schranken gewiesen werden kann und warum die Wege dorthin in Friedenszeiten verlernt wurden.
Pufferzone gegen Russland
Mit gezielter Propaganda versucht der russische Präsident Wladimir Putin, Wahlen in den Ländern Südosteuropas zu beeinflussen. Durch Desinformation, Stimmenkauf, Kirchenpropaganda und gekaufte Politiker. Mit dieser Strategie ist er unterschiedlich erfolgreich. Der Südosteuropa-Experte Florian Kührer-Wielach berichtet in diesem Podcast, wie sich die Republik Moldau und Rumänien gegenüber dem Aggressor Russland positionieren. Er analysiert, mit welchen Argumenten die russische Propaganda punktet und wie sie es schafft, Gesellschaften zu polarisieren. Das, was an den Außengrenzen der EU passiert, zeigt immer auch, welche Herausforderungen der gesamte Kontinent zu stemmen hat und ist insofern ein Einblick in Sicherheit, Minderheitenpolitik und die Anstrengungen für eine liberale Weltordnung.
Syrien, ein Jahr al-Sharaa
Am 8. Dezember 2024 war die grausame Herrschaft Bashar al-Assad in Syrien zu Ende. Er floh ins Exil, weil es einem damals unter seinem Kampfnamen Ahmed al-Jolani bekannten Dschihadistenführer aus Idlib gelungen war, das grausame Regime in Damaskus zu stürzen.
Das ist ein Jahr her. Aus Ahmed al-Jolani ist Ahmed al-Sharaa geworden. Als syrischer Präsident trifft er sich mit allen wichtigen politischen Playern, nicht nur in der Region, sondern auch mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Wie ist die Lage in Syrien? Welche innen- und außenpolitischen Akzente setzt al-Sharaa? Und was muss passieren, damit der Frieden hält? Der Nahostexperte Walter Posch zieht im Pragmaticus-Podcast Zwischenbilanz.
Roboter, Traum und Albtraum
Menschliche Intelligenz ist kein Gedankenkonstrukt, sondern wurde in der Evolution vom Körper geprägt. Ohne Körper, keine Intelligenz, sagt die Computerwissenschaftlerin Anne Foerst, die in den 1990er-Jahren am Massachusetts Institute of Technology an der Entwicklung der ersten humanoiden Robotermodelle mitgewirkt hat. Menschliches Verhalten ist hochkomplex und erfordert mehr als technische Machbarkeit, erzählt sie in diesem Podcast und setzt der kalten, technikgeprägten Welt von Machbarkeit das gute Leben entgegen.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Dirk Stermann
Ösi gegen Piefke ist das Thema, und diese 11. Episode des Podcasts „Alles außer Politik“ fand live am 16. November auf der Buch Wien statt. Was ist typisch deutsch? Was österreichisch? Und woher kommt die Hassliebe der beiden Länder? Das versuchten Peter Filzmaier und der TV-Moderator und Buchautor Dirk Stermann zu klären. Ein kurzweiliger Schlagabtausch, in dem auch der Eiserne Kanzler Metternich eine Erwähnung findet. Sonst ging es noch um Fußball, Franz Klammer und stolze Migranten. Aber auch um Grußformeln, Nein-Sagen und Professorentitel. Und um Dirk Stermanns neues Buch „Die Republik der Irren“, einem historischen Roman aus der k&k-Zeit, als in Fiume eine Gruppe um den Autor Gabriele d’Annunzio Irre zu Ministern machen wollte. Auch heute eine Gedankenreise wert, fanden beide.
machtHunger: Wer lesen kann, kann kochen
Wenn der Gastrosoph Peter Peter alte Kochbücher liest, so tut er es nicht nur wegen der Rezepte, die dort gesammelt sind, sondern vor allem auch, um mehr über die Gesellschaft zu erfahren. Kochbücher sind Spiegel ihrer Zeiten, ist er überzeugt. War ein Rezept früher einmal nur wenige Zeilen lang, dann lag das daran, dass die Hausfrau ohnedies wusste, was beim Kochen zu tun war. Im 21. Jahrhundert hat sich das grundlegend gewandelt. Kochbücher sind nicht nur Anleitung zur Zubereitung von Speisen, sie sind Reiseführer, Gesundheits- und Lifestyleratgeber.
Wir sind längst im Krieg
Im Krieg Russland gegen die Ukraine geht es um die globale Neuverteilung der Macht, sagt Oberst Markus Reisner, Europa ist bereits Kriegspartei, will es aber nicht wahrhaben. Im Pragmaticus-Podcast dröselt er auf, was viele nicht wahrhaben wollen. Erstens: Dass Russland seine Zermürbungstaktik nur mit Hilfe von China und der Allianz des Globalen Südens führen kann. Zweitens: Dass Russland den Westen durch kognitive Kriegsführung destabilisiert, durch Polarisierung der Öffentlichkeit. Und drittens: Dass hybride Kriegsmittel wie Sabotage-Akte längst an der Tagesordnung sind. Drohnenüberflüge in baltischen Staaten oder München sind konkrete Provokationen und „tragen Russlands Handschrift“, sagt Reisner. Was tun? Ganz klar: Zusammenrücken, Bedrohungen erkennen und Abwehr aufbauen, sagt er, weil das die einzige Sprache ist, die Aggressoren verstehen.
Voll Zeit für Arbeit
Lange wird sich Österreich den Sozialstaat nicht mehr leisten können. Die Gründe liegen in den demografischen Gegebenheiten und in der Beschäftigungssituation. Zu viele Frauen arbeiten in Teilzeit, zu viele Menschen gehen zu früh in Pension. Warum das so ist, hat viele Ursachen: zu wenige Kinderbetreuungsplätze, Kollektivverträge als Kostentreiber, aber auch strukturell-politische Rahmenbedingungen. Aus einer individuellen Perspektive zahlt sich Vollzeitarbeit schlicht nicht aus. Vom höheren Lohn bleibt wegen der Steuerprogression zu wenig übrig, sagt der Ökonom Hanno Lorenz und schlägt unter anderem eine Flat-Tax auf Lohn vor.
Afrika neu entdecken
Der Kolonialismus ist längst Geschichte, und doch beeinflusst er nach wie vor die Beziehungen zwischen Europa und Afrika. Afrika, so denken viele, ist das Land der großen Hungersnöte, der Armut, gebeutelt von Kriegen und Klimakatastrophen. Wir sollten diese Perspektive auf den Kontinent hinter uns lassen und wirtschaftliche Potenziale in der europäisch-afrikanischen Beziehung erkennen, schlägt Afrika-Experte Asfa-Wossen Asserate vor.
Der Großneffe des ehemaligen äthiopischen Kaisers Haile Selassie macht Werbung für einen Kontinent der unbegrenzten Möglichkeiten und erklärt, wie Gier, Machtspiele und Vorurteile bis heute die Beziehungen zwischen Europa und Afrika belasten und warum Politik immer noch eine vergiftende Rolle spielt.
Die Macht der Lüge
Im 21. Jahrhundert kann jeder News in Umlauf bringen. Dadurch geraten Wahrheit und Lüge durcheinander, sagt Verfassungsjuristin Elisa Hoven in der neuen Podcastfolge. Sie warnt vor Polarisierung in der Gesellschaft und erstellt Definitionen, erklärt neue Phänomene und ordnet sie in rechtliche Rahmenbedingungen ein. Wahrheit und Lüge bestimmen die Gesellschaft. Etwa dann, wenn Lügen in der Politik Wahlen entscheiden. Ein Podcast über Fakten und Meinung, über „Free Speech“ und Zensur sowie die großen Herausforderungen in der globalisierten Welt durch Social Media.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Ambra Schuster
Ambra Schuster hat als Gesicht der ZIB auf TikTok und Instagram die jüngeren Generationen mit Nachrichten versorgt. In der 10. Folge von Alles außer Politik spricht sie mit Host Peter Filzmaier über Social Media und deren Zukunft, die Gefahren, die soziale Medien mit sich bringen und wie Fakenews entstehen und sich verbreiten.
Nach Gaza-Krieg: Der Fahrplan für Frieden
Der Nahe Osten war die letzten zwei Jahre ein Kriegsschauplatz. Mit dem Geiselaustausch zwischen Israel und der Hamas könnte nun tatsächlich Frieden beginnen, wenn der von US-Präsident Donald Trump ausgearbeitete 20-Punkte-Plan tatsächlich nun Schritt für Schritt umgesetzt würde. Das macht Hoffnung. Nahostexperte Jan Busse von der Universität der Bundeswehr in München blickt hinter die Kulissen dieses Verhandlungserfolgs. Nahostexperte Busse ist zuversichtlich, zeigt aber die vielen Fallstricke auf, die den Prozess gefährden könnten. Und er skizziert die drei Optionen für die wichtigste Frage: Wie werden Israel und Palästina in Zukunft zusammenleben können.
Was das neue Alzheimer-Medikament kann
Es gibt ein neues Medikament gegen Alzheimer. Lecanemab heißt der neue Wirkstoff, der erstmals gegen die Ursachen der Alzheimer-Erkrankung zu Felde zieht: die Amyloid-beta-Plaques, die sich im Gehirn von Alzheimer-Kranken anlagern und die Denkfähigkeit zerstören. Anfang September hat der erste Patient in Österreich diese Substanz erhalten. „Es ist ein Meilenstein“, ist Neurologin Elisabeth Stögmann, Präsidentin der Alzheimer-Gesellschaft Österreich, überzeugt. Elisabeth Stögmann über das Wirkprinzip, die Risiken und die Erfolgsaussichten von neuen Therapien.
Wie Lena Hoschek im Fashion-Business überlebt
Dieser Tage beginnen wieder die großen Modeschauen in Paris. Glitzer, Glamour und Prominenz. Aber wie sieht es hinter den Kulissen der Fashion-Industrie aus? Die Grazer Modedesignerin Lena Hoschek ist seit 20 Jahren im Geschäft. Mit ihren feminin-trachtigen Kreationen feierte sie internationale Erfolge, baute ein Business mit 60 Mitarbeitenden auf, investierte in Boutiquen sowie E-Commerce. Und scheiterte. In diesem Podcast erzählt die Modedesignerin, warum sie 2024 Insolvenz anmelden musste, was das alles mit dem Standort Österreich, Geopolitik und globalen Produktionsbedingungen zu tun hat, und warum sie trotzdem weitermacht – ein emotionales Gespräch über Idealismus, Pragmatismus und die Realität.
machtHunger: Der Kult ums Bier
Auf dem Münchner Oktoberfest haben 2024 rund 6,7 Millionen Gäste sieben Millionen Maß Bier getrunken. Ähnliches ist für das diesjährige 190. Oktoberfest zu erwarten. Bier ist Kult. Anlass genug, sich mit dem Lieblingsgetränk der Deutschen zu befassen. In dieser Folge von machtHunger blickt der Gastrosoph Peter Peter zurück in die Entstehungsgeschichte der Wiesn, verrät, dass Bier viel mehr mit Religion zu tun hat, als wir denken würden und warum Österreich, Belgien und Tschechien in der Oberliga der Braukunst eine treibende Rolle spielten.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Monika Langthaler
In der 9. Folge von Alles außer Politik trifft Peter Filzmaier auf die Ökonomin Monika Langthaler. Im Gespräch mit Peter Filzmaier erzählt die Direktorin der internationalen Klimakonferenz Austrian World Summit-The Schwarzenegger Climate Initiative über Europas verpasste Chancen bei der Energiewende und die Gründe dafür. Außerdem berichtet sie über die Fehler in der Diskussion um den Klimawandel, wie Klimaschutz gelingen kann und worauf es beim Thema Nachhaltigkeit ankommt.
Der Stolz der Illiberalen
Die da oben, die sind nicht das Volk. Das sind die Eliten, die Bürokraten des Deep State aber sicher nicht wir, das Volk – so denken viele und strömen zu rechtspopulistischen Parteien. Es ist ein weltweiter Trend. Dabei folgen viele rechte Parteien einem Drehbuch, das Viktor Orbán in Ungarn vorgibt. Feinde von innen, Feinde von außen und das Versprechen, dass alles anders wird, sind gemeinsame Muster. Das polarisiert Gesellschaften und spiegelt sich auch in der Sprache wider.
Was ist rechts, was links, was von beiden radikal? Wo sind die Grenzen zum Faschismus und was hat das alles mit Nazis zu tun? Der deutsche Extremismusforscher Peter Neumann analysiert die Polarisierung in der Gesellschaft und zeigt auf, warum die Demokratie in Gefahr ist.
machtHunger: Alpenküche
Alpenküche ist Bauernküche und regional im ursprünglichen Sinne. Gegessen wird, was in den Bergen zwischen Slowenien und Frankreich wächst, angebaut und verarbeitet werden kann. Die dominierende Rolle spielt Käse in all seinen Facetten. Und Speck für die Brettljause. In dieser Folge von machtHunger sprechen Gastrosoph Peter Peter und Host Karin Pollack über die Spielarten der Alpenküche, die durchaus auch sehr fein geworden ist.
Sonne sticht fossile Energieträger
Der Zug für Energie aus erneuerbaren Energien ist längst abgefahren, sagt der Klimaökonom Gernot Wagner – Solarstrom boomt und Öl ist einfach kein Business mehr.
Auch wenn US-Präsident Donald Trump die Klimaziele der USA wieder zurückschraubt, ist der Trend in Richtung Wind- und Solarenergie nicht mehr aufzuhalten. US-Unternehmen wie der Ölkonzern Exxon halten auch nach dem Ende des Inflation Reduction Acts an Nachhaltigkeitsinitiativen fest. Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock verknüpft Investments mit Umweltindikatoren. „Die Richtung stimmt, trotz Donald Trumps Kurs“, ist Wagner deshalb auch überzeugt. Belege dafür sieht er im konservativen US-Bundesstaat Texas, weil dort Solarenergie boomt.
Wie Putin Trumps Friedensinitiative ausbremst
Wenn es um Frieden für die Ukraine geht, dominieren einstweilen nur Symbole, sagt der Osteuropa-Experte Alexander Dubowy. Nach Ansicht von Donald Trump könnte der russische Angriffskrieg durch einen Deal beendet werden. Ein gegenseitiges Einlenken, ein Kompromiss, der den Austausch von Gebieten und einige Sicherheitsgarantien umfasst, und schon wäre der Konflikt beigelegt. Dann könnte das Kriegsende als Aufbruch in bessere Zeiten und Donald Trump als Friedensstifter gefeiert werden. Doch der US-Präsident hat wenig Übung im Umgang mit Autokraten vom Kaliber eines Wladimir Putin. Für den russischen Präsidenten geht es um reine Macht – nicht nur in der Ukraine, sondern letztlich am gesamten europäischen Kontinent.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Mahlodji
In der 8. Folge der Podcastreihe Alles außer Politik ist Ali Mahlodji bei Peter Filzmaier zu Gast und der Politanalyst lernt, dass nicht nur „Migranten“ Integration brauchen, sondern alle. Diese Episode ist die bisher persönlichste Folge der Reihe. Während der Unternehmensberater und der Politikwissenschaftler die Kriminalität von Ausländern besprechen, an den Fragen des Staatsbürgerschaftstests scheitern, die Anzahl der Ausländer in Österreich erraten und schließlich die österreichische Nationalhymne singen, ist die Frage, wofür es sich zu leben lohnt, das eigentliche Thema.
Nesthocker: Bekocht werden für immer
Der Familien- und Demographieforscher Norbert Neuwirth hat die Ursachen der Alterung von Gesellschaften in Daten gefunden. Eine dieser Ursachen ist männlich, ledig, jung und sucht nach einem Leben ohne kochen oder putzen zu müssen. Der Befund gilt nicht nur für Österreich, sondern für viele europäische Länder. Mit Ausnahme von Frankreich. Norbert Neuwirth zeigt, mit welchen sozialwissenschaftlichen Methoden die moderne Demographieforschung solche Erkenntnisse gewinnt und spricht im Podcast auch darüber, was Menschen mehr Lust auf Familie machen könnte. Denn ganz freiwillig ist der kinderlose Lebensentwurf nicht immer.
Binnenmarkt – Die geheime Macht der EU
Europa ist stärker als es glaubt, sagt Infineon-Chefin Sabine Herlitschka. Ihr Argument: Der Binnenmarkt. Ihr Wunsch: Mehr Optimismus. Ein Podcast anlässlich des Europäischen Forums Alpbach 2025.
machtHunger: Reis
Dass Reis ebenso salzig und bitter wie süß ist, stimmt für jede Perspektive, aus der man dieses Gras betrachten kann. Eine neue Folge aus unserer Podcastreihe machtHunger mit Gastrosoph Peter Peter über die politische Geschichte einer Pflanze, die heute die Welt ernährt.
Wenn die Natur Geschichte schreibt: Skateboards
Diesmal erzählt der Klimaforscher Ulf Büntgen die Umweltgeschichte. Es geht um den Sommer 1976 in Los Angeles. Die 5. Folge der Podcast-Reihe Wenn die Natur Geschichte schreibt.
Wenn die Natur Geschichte schreibt: Der Gelbe Fluss
Der Historiker Johannes Preiser-Kapeller in der 4. Folge der Podcast-Reihe Wenn die Natur Geschichte schreibt über den Gelben Fluss, das Ende der Song-Dynastie und zwei Beamte, die zu Helden wurden.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Rabl-Stadler
Wie setzt man sich durch? Wie macht man als Frau und Außenseiterin in einen von Männern dominierten Kulturbetrieb, der seine Zugangsregeln strengstens bewacht, Karriere? Peter Filzmaier und Helga Rabl-Stadler sprechen in der 7. Folge der Podcast-Reihe Alles außer Politik über die Unwahrscheinlichkeit, Präsidentin der Salzburger Festspiele zu werden und es 26 Jahre lang zu bleiben.
Wenn die Natur Geschichte schreibt: Francesco Pegolotti
Als Francesco Balducci Pegolotti auf der Höhe seiner Wirtschaftsmacht ist, tobt Dantes Inferno in Europa und bringt schließlich die Pest. Wieviel Schuld daran trug der Handel? Die 3. Folge der Podcast-Serie Wenn die Natur Geschichte schreibt mit Johannes Preiser-Kapeller. In dieser Folge kommen außerdem der Astrophysiker Rainer Arlt vom Leibnitz-Institut für Astrophysik in Potsdam und der Geograf Ulf Büntgen von der Universität Cambridge zu Wort, um unter anderem das Wolfminimum und die ungeheuren Regenmengen des 14. Jahrhunderts zu erklären.
Wenn die Natur Geschichte schreibt: Erik der Rote
Erik der Rote war Seefahrer, unangenehmer Nachbar und Klimagewinner. Der Historiker Johannes Preiser-Kapeller über einen, der die Chancen einer Warmzeit nutzte. Die zweite Folge von Wenn die Natur Geschichte schreibt, unsere Podcast-Miniserie über die Macht der Natur.
Wenn die Natur Geschichte schreibt: Justinian und die Pest
Kaiser Justinian war ein Eroberer – bis zu seinem letzten Gegner: der Pest. Der Althistoriker Johannes Preiser-Kapeller über die Ursachen des Horrorjahres 536. Preiser-Kapeller erzählt uns, was passiert, Wenn die Natur Geschichte schreibt. Die Podcast-Reihe über die Macht der Natur und des Menschen.
Uwe Knop: Die 3 Schritte zum Essensglück
Zucker, Fett, Fertigessen? Uwe Knop hält nichts davon für falsch. Der Ernährungsexperte setzt auf Körper-Weisheit und erklärt, wie man dahin kommt.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Hofbauer
Was ist das größte Risiko? Desinformation, sagt Bruno Hofbauer. Der stellvertretende Generalstabschef des österreichischen Bundesheeres ist Gast bei Alles außer Politik mit Peter Filzmaier. Der Politikwissenschaftler und der Generalleutnant sprechen über den klugen Umgang mit den Risiken einer immer gefährlicheren Welt.
Tödliche Fracht im schmelzenden Eis
Ein Podcast über eine Umweltkatastrophe aus Nachlässigkeit. Das Eisschild Grönlands schwindet und mit ihm gleitet Camp Century langsam ins Nordpolarmeer. Die Fracht? Diesel, nuklearer Abfall und Müll. Wie konnte es dazu kommen? Antworten geben: Horst Machguth, der Glaziologe, der die Welt als Erster über das Vermächtnis von Camp Century informierte; Jakob Abermann, ein Meteorologe und Gletscherforscher, der das Schicksal des Eisschilds auf Grönland erforscht und Heinz Gärtner, Politologe und Experte für den Kalten Krieg.
Ohne Patriotismus keine Soldaten
Die eine Voraussetzung, auf die es für die Wehrfähigkeit eines Landes wirklich ankommt, sei Patriotismus, sagt Dominik Wullers, der als NATO-Referent die deutsche Bundeswehr in Brüssel vertritt. Wullers stellt sich dabei keinen nationalistischen Patriotismus vor, sondern etwas neues. Einen liberalen Patriotismus, der alle einschließen kann. Was das ist, ist das Thema in diesem Podcast über Aufrüstung, Wehrhaftigkeit, und wie man ein Land (Staat, Staatenbund) wird, für das Menschen ihr Leben geben würden.
Ist die kurdische Sache gescheitert?
Nein, denn an der Kurdenfrage werde sich entscheiden, ob die Türkei zur Demokratie zurückfindet, meint Nahost-Experte Walter Posch im Podcast.
Yascha Mounk über riskante Identitätspolitik
Ist Identitätspolitik schuld am Aufstieg von Trump, AfD & Co.? Unser Podcast-Gast Yascha Mounk meint: ja. Im amerikanischen Original heißt das jüngste Buch von Yascha Mounk The Identity Trap, die Identitätsfalle. Dahinter steht diese These: Mitbestimmung, Teilhabe und Rechte im Namen einer Identität (als Frau, als Minderheit, als schwuler Mann oder queere Person) einzufordern, war einmal ein Akt der Befreiung, hat aber zugleich die Gesellschaft in einzelne Teile zerbrechen lassen. Jene, die sich durch die Identitätspolitik ausgegrenzt fühlen oder mit Queer nichts anfangen können, nähmen die Angebote von Trump, AfD & Co. daher gerne an. Ist der Politikwissenschaftler in Zeiten, wo Donald Trump den Krieg gegen Woke ausruft, Viktor Orban dabei ist, alle NGOs zu verbieten, die AfD im deutschen Bundestag eine Identitätspolitik von rechts fordert und den weißen Mann bedroht wähnt, auf dem falschen Dampfer oder geben ihm gerade diese Entwicklungen recht?
Stagnation im Staatskapitalismus
Ist China wirklich stark genug, um es mit den USA aufzunehmen? Die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik zweifelt im Podcast angesichts des neuen Staatskapitalismus von Xi Jinping. Schon seit 2010 kann der spezifische (Partei-) Staatskapitalismus, der durch Xi Jinpin, seit 2013 im Amt, wiederbelebt wurde, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht aus der Prekarität führen: Die soziale Ungleichheit ist nach wie vor groß, auch wenn sich eine gehobene Mittelklasse etablieren konnte. Die Schrumpfung der Privatwirtschaft und der Niedergang des informellen Sektors wiegen schwer, und die Exportgewinne sinken. Eine soziale Absicherung gibt es für die Mehrheit der Chinesen nicht.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Rathkolb
Peter Filzmaier und Oliver Rathkolb diskutieren über Ahnungslosigkeit als Todesurteil für Demokratien. Der Historiker Oliver Rathkolb hat eine These zu der „nervösen Zeit“ unserer Gegenwart, zu Trump, Putin und zum Erfolg der AfD in Deutschland: Irgendwo und irgendwann in den acht Jahrzehnten Demokratie in Österreich und Deutschland seit 1945 müssen die demokratischen Institutionen ausgelassen haben, bei ihrer Aufgabe, „historisches, kritisches Orientierungswissen“ zu vermitteln. „Wenn ich mir heute die AfD in Deutschland anschaue, muss ich mir schon die Frage stellen: Wo ist die politische Bildung denn geblieben? Hat sie die jungen Menschen nicht erreicht?“, fragt Rathkolb.
Kann eine digitale Welt human sein?
Ist digitaler Humanismus naiv, wenn er der digitalen Überwältigung die Werte der Antike entgegensetzt? Ein Podcast mit der Soziologin Katja Mayer über die Rückeroberung des Menschlichen. Angesichts der fortschreitenden Fähigkeiten der Technologie und der vollständigen Durchdringung unseres Alltags durch künstliche Intelligenz, lenkt digitaler Humanismus den Blick auf die Problemzonen des digitalen Fortschritts (Machtkonzentration, Monopolbildung, Kontrolle, Sucht und Abhängigkeit), um Lösungen anzubieten: klare Regeln, Transparenz und Mitbestimmung. Die Zeit drängt, meint die Soziologin Katja Mayer, denn: „Wir haben den utopischen Weg längst verlassen“.
Erdbeben – Naturgewalt aus der Tiefe
Die Seismologin Maria-Theresia Apoloner erklärt in diesem Podcast die Entstehung von Erdbeben, ihre Energie und warum oft nur wenige Sekunden bleiben, um zu versuchen, sich zu schützen. Nicht immer spürbar, bebt und bewegt sich die Erdoberfläche permanent. Maria-Theresia Apoloner gehört zu den relativ wenigen Forschern weltweit, die das kontinuierliche Wackeln, Ruckeln und Schwingen messen und immer neue Methoden entwickeln, um daraus resultierende Beben besser vorhersagen zu können.
Das Smartphone – ein Verhängnis?
Der Psychiater Christoph Pieh über die Gründe für Macht des Smartphones, und wie man sie bricht. Die Netflix-Serie Adolescence hat den Alptraum vieler Eltern in ein Filmdrama gepackt: Was Kinder und Jugendliche am Handy sehen und erleben, können sie nicht kontrollieren und oft stehen die virtuellen Erfahrungen am Anfang von Gewalt, Depressionen und Angst. Christoph Pieh will das Smartphone nicht verdammen, zeigt im Podcast aber auf, warum dieses omnipräsente Gerät so eine Macht über die junge Generation hat, und was Eltern dagegen tun können, denn: hilflos sind sie nicht.
Die Freiheit der Donauküchen
Die sechste Episode der dritten Staffel von machtHunger: Gastrosoph Peter Peter zur kulinarischen Geschichte eines Kulturraums, der fließende Übergänge, aber keine Grenzen kennt. Entlang der 2.857 Kilometer langen Donau treffen Esskulturen aufeinander und verbinden sich zu einer neuen Einheit. Donauküche sei „Culinary correctness“, sagt Peter Peter. Es schwingt Nostalgie mit, aber warum nicht einigende Vielfältigkeit herbeisehnen oder herbeikochen? Dieser Podcast hat alle Zutaten.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Hirn
Peter Filzmaier und Lisz Hirn sprechen darüber, was passiert, sollten alle in die Stadt ziehen (müssen). „Nehmen wir mal an, der ländliche Raum stirbt wirklich aus oder schrumpft. Was wäre eigentlich so schlimm daran?“ Peter Filzmaier versucht die Philosophin Lisz Hirn zu provozieren. Die hat in der 4. Episode unserer Podcast-Reihe Alles außer Politik aber zu viele Ideen für ein gutes Leben jenseits von Stadt und Land, um sich provozieren zu lassen. „Abgesehen von der Versorgungssicherheit. Es wäre schade, diesen ländlichen Raum abzuschreiben, weil er ganz andere Qualitäten hat und andere Lebensmodelle möglich macht“, sagt sie.
Die Kirche zerfällt, das Christentum lebt
Der Philosoph Alexander Grau über die spätantike Situation des Christentums. „Wir sind sozusagen die Römer des vierten Jahrhunderts. Wir merken, wie die Tempel zerfallen.” Während Europa unter anderem durch die christlichen Kirchen im Mittelalter versank, lebte die Antike im oströmischen Reich fort, von wo Europa sie in der Renaissance wieder hervorkramen konnte: Alexander Grau sieht Christentum und Kirche heute in einer Lage, die der Situation der Spätantike (hier gleichgesetzt mit dem Ende des weströmischen Reiches) vergleichbar sei. Heutige Christen lebten einen Glauben, der für Orientierung im Alltag sorge, nach Außen folkloristische Züge trage, aber die christlichen Werte – darunter auch jene der Aufklärung – bewahre, argumentiert er. Das Christentum habe sich von der Kirche entkoppelt, und das sei seine Chance.
Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
Ein Podcast aus der Reihe machtHunger über das Essen im antiken Rom. Gastrosoph Peter Peter erklärt die Abwesenheit von Nudeln, und was es mit der Dekadenz auf sich hat. Diese Episode von machtHunger über das Essen der Antike wird Sie mit anderen Augen auf den Hamsterkäfig blicken lassen: Das Laufrad, es ist eine Erfindung der Römer. In privilegierten Kreisen im Zentrum der Macht aß man nämlich gern gemästete Haselmäuse: Die Mäuse wurden dazu in Käfigen gehalten, wobei Laufräder die Tiere zur Bewegung animierten, damit ihr Fleisch nicht zu weich werde. „In der Antike hatte man irgendwie so eine kultische Scheu davor, Brot zu kochen“, sagt Gastrosoph Peter Peter, auch wenn dies die gemästeten Mäuse nicht vollständig erklärt. Nudeln gab es also nicht. Nicht Jeder und Jede im römischen Reich musste aber zur Haselmaus greifen oder auf einem Sofa liegend essen: Ausreichend großer Mangel an Reichtum und politischer Macht schützte zuverlässig vor Überfluss und Dekadenz (Stichwort Papageienzungen), zumal die aus heutiger Sicht wohl größten Eskapaden nur im antiken Rom stattfanden.
Alles außer Politik: Peter Filzmaier interviewt Julia Mayer
Die dritte Episode von Alles außer Politik: Polit-Profi Peter Filzmaier und Lauf-Profi Julia Mayer sprechen darüber, wie und warum man einen Marathon läuft. Eine Warnung: Wer diesen Podcast hört, will sofort mit dem Laufen beginnen oder wieder laufen oder weiter laufen oder für immer laufen. Julia Mayer und Peter Filzmaier wandeln Versagensängste, Frust und Ehrgeiz im Gespräch über Trainings (bei Julia Mayer maximal 220 Kilometer in der Woche), Geschwindigkeiten (bei Julia Mayer 18 km/h) und Vorbilder (Tigist Assefa, Ruth Chepngetich, Sifan Hassan und Paula Radcliffe) in pures Laufglück um.
Unsere Existenz in Netzwerken
Der Komplexitätsforscher Stefan Thurner über die Resilienz von Lieferketten und Trumps Aufstieg zur Macht. Anders als Lieferketten tendieren Kommunikationsnetzwerke dazu, Blasen zu bilden, wenn die Kontaktpunkte mehr werden. Aufgefallen ist Stefan Thurner dieser Effekt, als er mit Computermodellen nachvollziehen wollte, wie Donald Trump der Aufstieg zur Macht gelang, obwohl er in der republikanischen Partei 2016 ein Outsider war. Nun kann Thurner die entscheidende Bubblebildung nicht nur berechnen, sondern auch datieren: auf das Jahr 2008. Warum ausgerechnet 2008, erklärt er im Podcast.
Zu risikoscheu, um innovativ zu sein?
Der Ex-Hedgefonds-Manager Michael Katz über eingebildete und echte Hemmnisse für Risikokapital und Start-ups in Europa. Warum gibt es in Europa weniger Risikokapital als in den USA? Das ist die Ausgangsfrage dieses Podcasts. Michael Katz hat drei Verdächtige, deren jeweilige Interessen den Kapitalmarkt in Europa im Vergleich zu den USA so schlafmützig machen: Die Pensionssysteme, die auf viel Kapital sitzen, das sie aber (oft) aus rechtlichen Gründen nicht als Risikokapital investieren dürfen; die Banken, die an Krediten verdienen, die ihnen möglichst sicher viel Geld bringen sollen, und die Börsen, die es sich in der Kleinstaaterei gut eingerichtet haben. Die gute Nachricht: Diese Schwächen seien leichter zu beheben als Europa glauben wolle, sagt Katz.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Reich
Gänzlich unpolitisch versucht Peter Filzmaier von Katharina Reich, zuständig für öffentliche Gesundheit in Österreich, zu erfahren, wie es um das Gesundheitssystem der Alpenrepublik steht. Am Ende muss Katharina Reich dann doch noch über das Fax im Krankenhaus sprechen: Die Gründe für die veraltete Kommunikationsform sind vollkommen plausibel, wie Peter Filzmaier schließlich zugeben muss, der aber dennoch den Finger in nahezu jede Wunde legt, die sich im österreichischen Gesundheitssystem auftut – Stichwort Wartezeiten etwa. Die zweite Folge von Alles außer Politik.
Steter Tropfen: Russische Einflussnahme
Der Politikwissenschaftler Sebastian Schäffer im Podcast über Motive, Instrumente und Methoden russischer Desinformation. Die Ukraine weiß es seit 2004: Putin führt Krieg gegen den Westen. Russische Einflussnahme passiert deshalb nicht nur in den USA, in Deutschland, oder in Großbritannien, sondern überall dort, wo sich Menschen für Demokratie und Menschenrechte einsetzen und sich von Russland lösen wollen – in Rumänien und der Republik Moldau etwa.
Seltene Erden: Eigentlich kein Problem
Der Geologe und Experte für Bergbau, Frank Melcher, über den imaginären Mangel an Seltenen Erden und wie man umweltfreundlich und ohne Ausbeutung auch an Lithium und Kobalt kommt. Seltene Erden sind nämlich nur vorgeblich so selten und wertvoll, dass es ohne die Nebenwirkungen nicht geht. Frank Melcher, Professor für Geologie und Lagerstättenlehre an der Montanuniversität in Leoben, hat gleich mehrere Vorschläge, wie es besser ginge. Und außerdem: Seltene Erden sind weder selten noch Erden.
Kriegsgefahr für ganz Europa?
Der Militärexperte und Oberst Markus Reisner über entscheidende Wochen für Europa. Geld, Aufklärung, Abschreckung, Kommunikation – die Europäer können die USA bei der Verteidigung der Ukraine nicht (so leicht) ersetzen, sagt Markus Reisner, Oberst im österreichischen Bundesheer. Warum nicht? Es seien nicht Technologie und Geld, die fehlen: „Die Frage ist, ob der politische Wille da ist, das zu tun“, so Reisner. Es ginge jetzt um die Einigkeit Europas, sollten sich die USA vollends auf die Seite Russlands schlagen. Die Kriegsgefahr für Europa sei durchaus real.
Waren die Pandemiemaßnahmen übertrieben?
Die Pandemie-Maßnahmen sind allen im Gedächtnis. Die Pandemie selbst aber nicht. Ein Gespräch mit dem Pandemie-Experten Florian Krammer über ihr wahres Ausmaß. 27 Millionen Menschen sind durch das Corona-Virus SARS-CoV-2 gestorben. Der Impfstoffforscher Florian Krammer blickt deshalb kritisch auf die Coronavirus-Pandemie zurück. Vor allem aber nach vorn: Während wir die Pandemie-Maßnahmen problematisieren, zum Teil zu Recht, vergessen wir, uns auf die nächste Pandemie vorzubereiten, sagt er. Dass aus der letzten Pandemie keine Lehren gezogen wurden, ist ihm unverständlich.
Alles außer Politik: Filzmaier interviewt Felbermayr
Peter Filzmaier und Gabriel Felbermayr sprechen über ein Thema, das den Österreichern nicht behagt: Geld. Gabriel Felbermayr würde jedem Österreicher gern einmalig 10.000 Euro zur freien Veranlagung in die Hand drücken: „Den Mehrwert darf man sich behalten.“ Das würde die Wirtschaftskompetenz erhöhen und in Österreich die Geldbeziehungen normalisieren, hofft er. Österreich hat ein seltsames Verhältnis zum Geld, stellt der Ökonom und Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO, in dieser ersten Folge von Alles außer Politik mit Peter Filzmaier fest: Da ist das Sparbuch in Kombination mit der Vorliebe für flexible Immo-Kredite, die Selbstverständlichkeit von Pfusch bei gleichzeitiger Aversion gegen jegliches thematisieren von Geldthemen. Genau diese deklinieren der Politikwissenschaftler Peter Filzmaier und der Ökonom Gabriel Felbermayr daher en detail durch: Was Geld eigentlich ist, wie man gut veranlagen kann, warum Reichtum einen schlechten Ruf hat, aber Schwarzarbeit nicht und warum es subjektiv ein Gefühl des wirtschaftlichen Niedergangs gibt, obwohl sich nur das Wachstum verlangsamt hat.
Die Vertriebenen der Ukraine
Die Soziologin Sonja Dörfler-Bolt begleitet die ukrainischen Vertriebenen als Wissenschaftlerin seit die Vollinvasion Russlands im Februar 2022 begonnen hat und hat in mehreren Studien erhoben, wer sie sind, woher sie kommen, welche Ziele sie haben, ob sie bleiben wollen oder nicht. Darum geht es auch in diesem Podcast. Österreich könnte mehr tun, um ihre Integration zu erleichtern, sagt sie. Es geht nicht nur um Geld, viel wichtiger sei ein leichterer Zugang zum Arbeitsmarkt. Und davon würde letztlich auch Österreich profitieren.
Im Namen des Volkes: Der Schmäh der AfD
Der Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch spricht in diesem Podcast über das Wesen des radikalen Rechtspopulismus und die Gründe seines Erfolgs. Heinisch hat dazu drei Thesen: 1. Radikaler Populismus konnte sich von den Rändern aus verbreiten, zu Themen, die von etablierten Parteien nicht besetzt wurden. In Deutschland war das vor allem das Thema Identität. 2. Durch die Unterscheidung von Volk und Elite gelang es, die Idee der illiberalen Demokratie als Befreiung umzudeuten und 3. fruchtete diese emotionale Erzählung vor dem Hintergrund eines „kolossalen Repäsentationsversagens“ in den Demokratien des Westens. Der eng gewordene politische Handlungsspielraum in der politischen Mitte ist das vorläufige Ergebnis.
Verbrechen und Strafe im antiken Rom
Die Althistorikerin Anna Dolganov berichtet in diesem Podcast über einen antiken Kriminalfall und eine drakonische Bestrafung. Dolganov ist eine Sensation gelungen: Sie hat gemeinsam mit weiteren Forschern das „Papyrus Cotton“ in sechsähriger Entschlüsselungsarbeit übersetzt und interpretiert und damit zum ersten Mal die konkrete Gerichtspraxis des römischen Staates in Iudaea und Arabia, entlegenen Provinzen des Reiches, nachvollziehbar gemacht. Der Papyrus legt Zeugnis ab von der angespannten Lage kurz vor dem Ausbruch des dritten jüdischen Aufstandes gegen die römische Herrschaft. Die beiden Angeklagten wurden nicht nur des Steuerbetrugs bezichtigt, sondern auch der Verschwörung. Dolganov berichtet im Podcast über das zur Last gelegte Verbrechen, die Strafen, die darauf (vermutlich) folgten und wie fast unleserliche Schriftstücke der Antike übersetzt und interpretiert werden können.
Im Visier Erdoğans: Die Kurden Syriens
„Was wir derzeit erleben, ist die Aufteilung des Nahen Ostens zwischen der Türkei und Israel“, sagt der Politikwissenschaftler Rasim Marz in diesem Podcast. Hat die Türkei überhaupt ein Interesse an einem stabilen, womöglich demokratischen, Syrien? Die Türkei sieht sich als Hegemonialmacht im Nahen Osten; die Kurden, die im Nordosten Syriens leben und deren YPD entscheidenden Anteil an der Niederschlagung des IS hatte, gelten Recep Tayyip Erdoğan als Erzfeind. Tausende Kurden in Syrien sind derzeit vor den türkischen Milizen auf der Flucht. Welche Ziele die Türkei in Syrien verfolgt, und wie sich dies möglicherweise auf die politische Zukunft des Landes und der gesamten Region auswirkt, sind die Themen des Gesprächs. Marz analysiert die aktuelle Situation vor dem Hintergrund der Geschichte der Türkei.
Gurken für die Ewigkeit
Im Winter kommt die Stunde des Konservierten: Salzgurken, Sauerkraut, Stockfisch. Gastrosoph Peter Peter führt in dieser Folge von machtHunger durch die Welt des Ein- und Haltbarmachens. Eine Methode sticht hervor: Fermentieren. Die Technik erlebt gerade einen Hype. Verständlicherweise, findet Peter Peter, ist doch der Akt des Einlegens eine Art Selbstermächtigung.
Trump II – USA über alles?
Der Historiker Manfred Berg über das Zeitalter Donald Trumps und die Zukunft der USA. Das Zeitalter Trumps ist da, sagt er. Den USA stünde keine Diktatur bevor, aber eine Kleptokratie. Berg geht eine Woche vor der Inauguration von Donald Trump zum US-Präsidenten davon aus, dass Trump in seiner zweiten Amtszeit versuchen wird, wahr zu machen, was er ankündigt: Massenabschiebungen, Inhaftierung von Kritikern und Gegnern, Aufräumen im „Deep State“: „Ich erwarte eine Radikalisierung Trumps und seiner Administration“, so Berg. Im Podcast analysiert Berg, warum er die Gegenwart als Zeitalter Trumps sieht, auch wenn er erwartet, dass die Allianz aus „Plutokraten“ (Elon Musk) und „Nationalpopulisten“ (J.D. Vance) eher früher als später zerbrechen wird.
Woher kommt die Adipositas-Krise?
Krankhaftes Übergewicht nimmt weltweit zu: Seit den 1990er Jahren hat sich der Anteil der adipösen Erwachsenen verdoppelt, jener adipöser Jugendlicher vervierfacht. Der Adipositas-Experte Florian Kiefer erklärt in diesem Podcast, warum sich Adipositas weltweit so stark ausbreitet und wie man die Erkrankung therapiert.
Klasse Wein
Können Sie sich an Asti Spumante erinnern? Der Wein bzw. Sekt ist nicht mehr besonders chic. Warum nicht? Fragen wie diese sind das Thema dieser Ausgabe von machtHunger mit dem Gastrosophen Peter Peter. Es kommen aber nicht nur Klassenfragen, sondern alles zur Sprache, was Wein betrifft: Woher die Farbe stammt, warum es Etiketten gibt, was Champagner von Prosecco unterscheidet, warum letzterer überhaupt so heißt wie er heißt; was es heißt, einen Wein auszubauen, ob Geschmacksnuancen sich wirklich erschmecken lassen, wann und warum Wein zu einem sozialen Unterscheidungsmerkmal wurde, wie der Chianti in den 1970er Jahren Kult wurde und warum es in Österreich Doppler gibt, aber eine Weinflasche nur einen dreiviertel Liter fasst. Diese Podcast-Folge lässt keine Frage unbeantwortet.
Warum dieses Weihnachtsessen?
Ein Podcast über die Geschichte des Weihnachtsessens. Gastrosoph Peter Peter erklärt, warum im Dezember der Weg vom Keks zur Gans führen muss. Erklärungsbedarf besteht, denn eigentlich ist nämlich der gesamte Dezember, bis zum 24., ein Fastenmonat für Christen. Erst nach der Messe um Mitternacht durfte nach katholischem Brauch geschlemmt werden, weshalb es heute noch an Heiligabend in manchen Gegenden üblich ist, relativ einfach zu essen – danach aber sollte die Schlemmerei keine Grenzen kennen. Gastrosoph Peter Peter erklärt im Podcast die vielen Ursprünge dieses emotional, sozial und kalorisch überfrachteten Essens.
Eine selbstbestimmte Zukunft für Syrien?
Der Nahost-Experte Walter Posch erklärt die geopolitische Lage in Syrien nach dem Sturz von Assad. Der Zusammenbruch des Assad-Regimes nach 54 Jahren des Terrors komme einem „geopolitischen Erdbeben“ gleich, sagt der Iranist. Im Podcast spricht er über die veränderte Lage für die Türkei, Israel, Russland und den Iran. Die Zukunft Syriens sei ungewiss, meint er, zumal mit dem Regime auch der syrische Staat zusammenbrach. Die Geopolitik ist nun entscheidend für die Zukunft Syriens, so Posch. Es gibt unterschiedliche Interessen und Konflikte. Viel Spielraum für die Selbstbestimmung der syrischen Bevölkerung sieht er daher nicht. „Es sieht so aus, als ob der syrische Konflikt Energie von anderen Konflikten anzieht. Die syrische Zivilgesellschaft, die es noch gibt, arbeitet dagegen. Es intervenieren die Türkei, es intervenieren die Israelis, es versuchen die Iraner und die Russen wieder zurückzukommen. Es gibt eine internationale Szene von Dschihadisten, Uiguren und Usbeken, die dem Konflikt ein vollkommen anderes Aussehen geben, und es gibt natürlich die PKK-affilierten Gruppen in Nordostsyrien“, skizziert Walter Posch die aktuelle Situation.
Bürokratie: Verwaltung als Selbstzweck
Der Expolitiker und Jurist Gerald Loacker macht Vorschläge, wie sich der Staat verschlanken ließe. Bürokratie und wie man sie abbaut, sind nicht erst heute das Thema der Stunde. Schon Joseph II wollte einen schlankeren Staat und sparte zuerst beim Hofstaat. Bürokratie begleitet Monarchien ebenso wie moderne Demokratien. Doch Papierkram ist kein Naturgesetz, sagt Gerald Loacker und zeigt auf, wie Verwaltungen verschlankt werden können. Vor allem private Unternehmen würden profitieren, meint er. Denn Bürokratie hat eine wenig beachtete Nebenfolge: Der Staat entzieht so der Privatwirtschaft Arbeitskräfte, da Unternehmen mit den Gehältern im öffentlichen Dienst nicht mithalten könnten.
Die 1.001 Ursprünge von Orangen und Zitronen
Der machtHunger ist wieder da! In der ersten Folge der dritten Staffel unserer Podcatreihe über die Politik des Essens geht es um die Geschichte von Orangen und Zitronen. Der Gastrosoph und Kulturwissenschaftler Peter Peter erzählt vom Ursprung und Schicksal der Zitrusfrüchte. Deren Geschichte ist weit verzweigt, und je mehr man sich damit beschäftigt, desto interessanter wird sie. Peter Peter spricht in diesem Podcast von den Bitterorangen, die Araber nach Spanien und Sizilien brachten, den süßen Orangen aus Jaffa und aus Indien, die Gründe, warum es Mandarinen vor allem zu Weihnachten gibt, welche Rolle die Portugiesen dabei spielten und warum heute hauptsächlich die Sorte Navel konsumiert wird. Einfache Herleitungen gibt es in diesem Podcast nicht. Allein die Assoziation Italiens mit Zitronen hat mindestens drei Ursprünge. Lassen Sie sich überraschen!
Rumänien – Rechtsruck wider Erwarten
Der Historiker Florian Kührer-Wielach über die Gründe und die Folgen des Rechtsrucks in Rumänien. Noch ist nicht alles entschieden: Am 1. Dezember finden in Rumänien die Parlamentswahlen statt, am 8. Dezember die Stichwahl für das Amt des Präsidenten. Bei diesen Präsidentschaftswahlen allerdings gab es am 24. November in der ersten Runde eine Überraschung: Călin Georgescu, der russlandfreundliche und EU-feindliche Kandidat gewann. Kührer-Wielach skizziert, was das für die Ostflanke der NATO und für die EU bedeutet. Sollte Georgescu nämlich auch die Stichwahl gewinnen, bekäme Rumänien einen pro-russischen, EU-feindlichen Präsidenten, der die Außen- und Verteidigungspolitik bestimmt und dabei die Mitgliedschaft Rumäniens in der NATO in Frage stellt. Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung, so Kührer-Wielach, sei die nicht bekämpfte Korruption in Rumänien und das mit Landgrabbing und Waldraub verbundene Gefühl des Ausverkaufs. Der Podcast wurde vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen aufgenommen.
Drohnen – die neue Signatur des Krieges
Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Franke spricht in diesem Podcast über Drohnen als riskante Waffen und ihren Einfluss auf die Kriegsführung. „Wir haben noch nie einen Krieg gesehen, in dem Drohnen so zentral sind und in so einer großen Zahl eingesetzt werden“, sagt sie über den Ukraine-Krieg. Drohnen stehen aus ihrer Sicht erstens für den wachsenden Einfluss privater Unternehmen und Konzerne in Kriegen zwischen Staaten. Zum Zweiten für die Involvierung von Zivilisten in den Krieg. Nachdem Drohnen eine Hobbytechnologie sind, kann jeder und jede damit umgehen und damit am Krieg beteiligt werden. Zum Dritten stehen Drohnen für die Macht Chinas: Der staatskapitalistische Staat ist Monopolist bei kleinen Drohnen, das sind jene, die im Ukraine-Krieg eine Hauptolle spielen.
Islamismus gegen muslimische Vielfalt
An der Ausbreitung des Islamismus seien Medien wie muslimische Gemeinden nicht ganz unschuldig, sagt Sineb El Masrar in diesem Podcast. Da die Medien dem Islamismus Reichweite geben, weil er interessant für sie ist und viele Muslime seinen Einfluss auf ihr Leben zugleich unterschätzen, würde er vor allem für junge Menschen als vermeintlicher Gegenentwurf zur Mehrheitsgesellschaft immer attraktiver. Zugleich wird die Vielfalt muslimischen Leben immer unsichtbarer und verliert an Einfluss.
Rückwärts: Georgien nach der Wahl
Anders als in der Republik Moldau scheint die Wahlmanipulation in Georgien gewirkt zu haben. Die Partei Georgischer Traum hat die Mehrheit der Stimmen; die Manipulation wird derzeit geprüft. Die Lage ist angespannt und zugleich unentschieden. Die EU habe den Fehler gemacht, die Wahl als Entscheidung zwischen Ost und West hochzustilisieren, sagt die Politikwissenschaftlerin Alexandra Dienes im Podcast. Das setze das kleine Land unnötig unter Druck.
Die USA, die Wahlen und die Gewalt
„Ich hatte nicht erwartet, dass der demokratische Konsens selbst in Gefahr geraten könnte.” Der Historiker Manfred Berg sieht gewaltsame Zeiten auf die USA zukommen – gleichgültig, ob Kamala Harris oder Donald Trump die Wahl gewinnt. Trump wird entweder die Wahl gewaltsam in Frage stellen, sollte er verlieren, oder aber, sollte er gewinnen, gegen erwartbare Proteste mit Gewalt vorgehen. Berg sieht die USA als ein zutiefst gespaltenes Land und erklärt im Podcast, wo die historischen Ursprünge dieser Spaltung liegen.
Zusammenhalt ohne gemeinsame Werte?
Die Philosophin Sonja Rinofner-Kreidl über Wertekonflikte in modernen Gesellschaften. Wie ausgeprägt das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt einer Gesellschaft ist, hängt weniger von den (in der Theorie) geteilten Überzeugungen ab, als davon, welche Prioritäten eine Gesellschaft ganz praktisch setzt, und welche konkreten Antworten sie auf eine Herausforderung findet. In diesem Sinne sind heutige Gesellschaften nicht polarisierter oder unversöhnlicher als frühere. Der Umgang mit den Konflikten macht den Unterschied. So homogen, wie sie sich selbst oft beschreibt, seien die meisten Gesellschaften nämlich gar nicht, sagt Sonja Rinofner-Kreidl, und sie seien auch nicht die Basis, damit eine Gesellschaft zusammenhält: „Wir haben keine homogenen Werteüberzeugungen in der westlichen Welt. Dafür gibt es zu stark unterschiedliche Traditionen und zu große individuelle Unterschiede.”
Die Folgen zu warmer Ozeane
Der Klimaphysiker Thomas Frölicher über die Folgen der hohen Ozeantemperaturen und die Trägheit des Klimasystems. Die im erdgeschichtlichen Vergleich sehr hohen Meerestemperaturen sind ein Grund zur Sorge: Sie bewirken unter anderem, dass der Meeresspiegel noch hunderte Jahre weiter steigen wird, auch wenn wir die globale Mitteltemperatur bei 1,5 Grad begrenzen können. Der Klimaphysiker Thomas Frölicher von der Universität Bern erklärt im Podcast diese Trägheit des Klimasystems und die fünf wesentlichen Folgen zu warmer Ozeane: Versauerung, Sauerstoff-Abnahme, Schichtung und Abschwächung der Zirkulation, Wetterextreme, Meeresspiegelanstieg. Für Thomas Frölicher sind diese Zusammenhänge der wichtigste Grund, warum die Emissionen sehr rasch drastisch sinken müssen: Je länger emittiert wird, desto länger bleiben auch die Folgen erhalten. Eine aktuelle Studie, an der Thomas Frölicher beteiligt ist, zeigt, wie riskant ein Überschreiten der 1,5 Grad-Grenze ist.
Europas Verteidigung in hybriden Kriegen
Der Militärstratege Lukas Bittner spricht in diesem Podcast über hybride Kriegsführung und die Verteidigungsfähigkeit Europas. Die Kampfzonen sind nicht mehr nur die Schlachtfelder, sondern auch das, was wir für wahr oder falsch halten, die Werte, die wir verteidigen wollen oder die wir aufgeben, sagt Bittner. „Die Zeit des Friedens ist vorbei.“ Europa steht vor neuen Herausforderungen, weil Kriege hybrid geworden sind: „Verteidigung ist eine gesellschaftliche Herausforderung.“ Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts zur Verteidigungsfähigkeit Europas.
Israel, Gaza und der Nahostkonflikt
Vor dem Hintergrund der beginnenden israelischen Bodenoffensive im Libanon erklärt der Politikwissenschaftler Jan Busse in diesem Podcast die Genese des Nahostkonflikts und warum die israelische Regierung unterBenjamin Netanyahu es ebenso wie die Hamas auf eine Ausweitung des Krieges ankommen lässt.
Wie ein Gesicht im Sand
Man könne „sehr wohl wetten, dass der Mensch verschwinden wird wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“, schrieb Michel Foucault 1966. Für den Denisova-Menschen trifft das (fast) zu. Der Paläoanthropologe Bence Viola weiß das, denn er war Teil der Forschungsgruppe, die seine Existenz anhand einer winzigen Spur, die 2008 im Sand einer Höhle in Sibirien gefunden worden war, nachweisen konnte. Im Podcast erklärt Viola die Gründe für das Verschwinden des Denisova-Menschen.
Mitte des Lebens? Gut so!
Zwar trägt die Midlife Crisis ihren Namen zu Recht, so Philosophin Barbara Bleisch, denn die Mitte des Lebens bringt die Krise. Aber das kann befreiend sein, meint sie. Statt Ratgeber-Kitsch hat sie gute Argumente für diese These, der sie kultur- und philosophiegeschichtlich in diesem Podcast nachgeht: „Gelingen ist nicht immer Happiness, sondern ein menschliches Leben, sich riskieren. Das Krisenhafte gehört zum Gelingen des Lebens dazu.“
Das ziellose Zögern des Westens
Die NATO-Staaten haben gut acht Jahre, um aufzurüsten, so der Russland-Experte Gerhard Mangott. Das Problem: Der Westen weiß nicht, was sein Ziel im Ukraine-Krieg ist und überlässt Putin und China das Feld. Ohne westliche Hilfe wäre die Ukraine bereits in Teilen erobert und wirtschaftlich bankrott, meint Mangott. Das Zögern des Westens jedoch, ausreichend Waffen zu liefern, verhindert allerdings, dass die Ukraine Russland dauerhaft besiegen kann. Ein Interesse an einer Verhandlungslösung hat Putin nicht. Ebensowenig China, das Mangott als einen der Staaten identifiziert, die Russland an den Verhandlungstisch zwingen könnten. Noch sei Russland nicht in der Lage, einen NATO-Staat anzugreifen. In einigen Jahren kann das anders sein. Mangott empfiehlt, diese seiner Schätzung nach acht Jahre zu nutzen.
Verhindert Islamismus Integration?
Dieser Podcast über Islamismus und Integration hat einen Gast – Expertin Lisa Fellhofer – und drei Hosts: Karin Pollack (Der Pragmaticus), Anna Wallner (Die Presse, Podcast: Was wichtig ist) und Andreas Sator (Podcast: Erklär mir die Welt). Drei Zugänge, ein Thema.
Der Hintergrund: Am 23. August 2024 verübte ein mutmaßlich durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) motivierter Attentäter einen Messeranschlag auf ein Stadtfest im nordrhein-westfälischen Solingen. Vier Menschen starben, acht wurden verletzt, vier davon schwer. In Politik und Medien dominiert die Interpretation des Anschlags als Ausdruck extremistischen Islamismus, dem durch eine Forcierung von Abschiebungen, Einschränkungen des Asylrechts und eine restriktive Migrationspolitik Einhalt geboten werden könne. Aber ist Islamismus ein Problem von Integration?
Georgien auf dem Weg nach Ungarn?
Georgien wird unter seiner aktuellen Regierung immer mehr zu einer „illiberalen Demokratie“ umgebaut: Ein Gesetz gegen „ausländische Einflussnahme“ da, eines gegen „LGBTQ-Propaganda“ dort, weitere gegen Freiwillige im Ukraine-Krieg (auf Seiten der Ukraine) und aktuell der Versuch, die Opposition für verfassungswidrig zu erklären: Georgien bzw. die aktuelle Regierung scheint das ganze Menü illiberaler Politiken durchprobieren zu wollen. Warum? Was ist aus der EU-Orientierung geworden? Die Politikwissenschaftlerin Alexandra Dienes kann die Volten der Partei „Georgischer Traum“ erklären – und auch, was für Georgien und die gesamte EU dabei auf dem Spiel steht.
Wie gefährlich ist der Klimawandel?
Durch die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas wurde das Erdklima so verändert, dass die globale Mitteltemperatur bald 1,5 Grad höher sein wird als 1850 und somit auf dem Niveau der Eem-Warmzeit mit Aussicht auf mehr für mehrere Tausend Jahre. Der Meteorologe Marc Olefs von Geosphere Austria erklärt die wesentlichen Prinzipien des Klimawandels, von CO2 bis Nordatlantikzirkulation, und seine Folgen.
Gesundheitssysteme: eine eigene Disziplin
Je komplexer ein Gesundheitssystem, desto schlechter kann es für die Gesundheit sorgen. Bei Patienten, Angehörigen, Pflegenden und bei Ärztinnen und Ärzten stellt sich zwangsläufig Überforderung ein. Bärbel Klepp ist Care- und Case-Managerin und berichtet in diesem Podcast von ihrem Beruf als „Krücke“ für alle, die sich durch das Dickicht des Gesundheitssystems kämpfen müssen.
Sicherheit in einer unsicheren Welt
Am Beispiel des Gaza-Krieges und des Ukraine-Krieges zeigt der Politikwissenschaftler Carlo Masala wie Kriege entstehen und eventuell beendet werden können. Er spricht sich für eine gemeinsame Verteidigungsstrategie Europas sowie mehr Investitionen für die Nato aus und sieht in Zusammenbruch und Neubildung der Weltordnung die Hauptursache für die aktuellen Kriege.
Wandern in den Alpen, ein Lehrstück
Wie ist es, die Alpen allein zu durchwandern, immer unter freiem Himmel zu übernachten und erst nach zwei Monaten am Ziel anzukommen? Ana Zirner hat die Alpen und sich selbst ganz neu kennengelernt. Im Podcast erzählt sie von ihrer Wanderung, den Spuren des Klimawandels in den Alpen und gibt praktische Tipps für alle, die es ihr gleichtun wollen.
Der Klimawandel in den Alpen
Hochwasser im Winter; Trockenheit, die sich über Wochen hält; Extremregen, der auch nicht weggehen will, Muren, Steinschlag: Der Meteorologe Andreas Jäger erklärt, warum der Klimawandel sich in den Alpen so und nicht anders zeigt, und er fragt sich, was die Menschheit eigentlich davon abhält, dagegen aktiv zu werden. Der Podcast ist Teil unseres Dossiers über die Zukunft der Alpen.
Der Alpenverein, die Hütten und das Klima
Murengänge, Steinschlag, Wassermangel: Der Präsident des Österreichischen Alpenvereins, Wolfgang Schnabl, berichtet im Podcast darüber, wie sich der Klimawandel auf die Sicherheit in den Bergen auswirkt, und warum sich der Alpenverein gegen die Neuerschließung von Gletscherskigebieten und Wasserkraft auf den letzten alpinen Mooren einsetzt. Wolfgang Schnabl: „Ist ein Pumpspeicher in zehn oder 15 Jahren wirklich noch die Speichermethode wie wir Energie speichern werden? Ich glaube nicht.“ Der Podcast ist Teil unseres Dossiers über die Zukunft der Alpen.
Indien: Nun zu den echten Problemen
Mit seinem hindunationalistischen Kurs hat sich Narendra Modi selbst ein Ei gelegt – so könnte man das Fazit von Pradnya Bivalkar zusammenfassen. Zum einen fühlten sich viele Minderheiten, wohl nicht zu Unrecht, an den Rand gedrängt und wählten daher kleine regionale Parteien; zum anderen zielte Modis Variante des Hindu-Nationalismus (oder Hindutva) an den drängenden Problemen Indiens glatt vorbei: Der hohen Arbeitslosigkeit und dem Klimawandel. Nach dem Podcast zum Thema Hindunationalismus und Modi gibt Bivalkar nun Einblick in Politik und Alltag Indiens.
Die Alpen – Kulturraum am Kippunkt
Die Alpen verschwinden, lautet eine These von Werner Bätzing, Kulturgeograph und Autor des Standardwerks über die Kulturgeschichte der Alpen. Nach den Umbrüchen im 19. Jahrhundert kam die zweite große Zäsur in den 1960er Jahren mit der Industrie, dem Tourismus und dem Verkehr. Die Berglandwirtschaft wurde – ungewollt – endgültig an den Rand gedrängt. Die Gleichzeitigkeit von Aufschwung und Verlust charakterisiert den Alpenraum bis heute. In Zukunft werden noch weitere Risse die Alpen durchziehen: Die Städte werden größer, ebenso die Touristenzentren. Doch einige Orte werden verlassen sein. Werner Bätzing skizziert im Podcast mögliche Auswege aus dem Alpenparadox.
Ökonomik und Krisen
Die Kategorien und Konzepte der Ökonomik und der Wirtschaftswissenschaften machen sie blind gegenüber möglichen Risiken und Schocks vom vermeintlichen Außen, sagt Stefan Schleicher, selbst Ökonom: „Wir tun so, als hätten wir das Problem verstanden, wir haben es aber nicht ausreichend verstanden. Vieles von dem, was Ökonomen zum Klima sagen, ist obsolet.“
Leistungsprüfung für den Staat
In Österreich bekommt man wenig Leistung für’s Steuergeld, meint der Ökonom Jan Kluge. Er schlägt Abgaben von 30 bis – maximal – 40 Prozent und eine Ausgabenbremse vor. Anders als eine Schuldenbremse ließe sich diese nämlich nicht durch mehr Einnahmen aushebeln.
Moment der Wahrheit
Ist diese unsere Gegenwart eine Zeit der Entscheidung? Marie Ringler, Vizepräsidentin des Europäischen Forums Alpbach, über den Moment der Wahrheit, den wir erleben. Egal ob Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimawandel oder Digitalisierung: Im Heute werden die Weichen gestellt für die Zukunft. Mit 4.000 Besuchern ist das 1945 gegründete Europäische Forum Alpbach heute eine der renommiertesten Diskurs- und Vernetzungsveranstaltungen Europas. Schon vor einigen Jahren änderte es seine Formate, um mehr Dialog zu ermöglichen. Das Herzstück sind immer noch die Programme für die internationalen Stipendiaten und Stipendiatinnen. In diesem Jahr werden besondere Gäste erwartet: Papst Franziskus ebenso wie die Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Anton Zeilinger.
Drei Gründe, wählen zu gehen
Diese Europawahlen werden die Weichen für die kommenden Jahrzehnte stellen, sagt der Politiker und EU-Kenner Franz Fischler. Nicht nur für die Bürger Europas, sondern auch für die EU selbst. Es geht um eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, um die Budgets für Klima und Umwelt, Regulationen für die Wirtschaft und letztlich um die Frage, wieviel Macht die Mitgliedsstaaten denn eigentlich haben sollen.
Die Gigawahlen
Ein Podcast über die Wahlen in Indien und die Pläne Nahendra Modis: Indien ist ein multireligiöses, mulitkulturelles und multiethnisches Land. Modi, der amtierende Premier, will etwas anderes: „Das langfristige Projekt ist, dass Indien zu einem gewissen Zeitpunkt eine relativ einheitliche indische Kultur hat, eine einheitliche indische Identität, und diese indische Identität bezieht sich auf die hinduistische Geschichte des Subkontinents, um die anderen auszuschließen.“ Das sagt Pradnya Bivalkar und erklärt in diesem Podcast, wie es sein kann, dass Modi damit zum dritten Mal Erfolg haben wird.
Iran – Israel, eine Einordnung
Für das Regime werden die Präsidentschaftswahlen in 50 Tagen eine weitere „Delegitimierung des Regimes“ auslösen, doch der Iran und die gesamte Region Naher Osten werden weiterhin in desaströser Prekarität verharren, so der Iranist Walter Posch. Wer einen Flächenbrand ausgehend vom Konflikt Israel und Iran erwarte, sei blind für die Gegenwart, sagt er. Denn der Flächenbrand ist bereits da. Dieser Podcast geht den Hintergründen und der Geschichte des iranisch-israelischen Verhältnisses nach.
Tiere verstehen – Was die Bioakustik bisher weiß
Wenn wir die Laute der (anderen) Tiere verstehen könnten, wüssten wir dann, was sie denken? Die Kognitionsbiologin (und Bestsellerautorin) Angela Stöger nimmt Sie mit auf eine akustische Spurensuche und erklärt die Chancen und Grenzen der Bioakustik am Beispiel der Kommunikation von Elefanten.
Politik, das schmutzige Geschäft?
Der Politikberater Thomas Hofer über Ehrlichkeit, Geld und Korruption in der Politik. Wieviel müssen Politiker aushalten? Sind Korruption und Freunderlwirtschaft in der Politik „normal“? Verdienen Politiker genug? In diesem Podcast geht es um die grundlegenden Fragen, die das tägliche Geschäft des Politikerdaseins ausmachen. Thomas Hofer hat eine These: Die Fragmentierung von Gesellschaft und Medien und der zunehmend rauere Ton laden Politiker geradezu dazu ein, sich auf die Kanäle zurückzuziehen, wo es keine Kritik gibt, auf eigene Social Media- Kanäle etwa. Für Demokratien ist das aber fatal: „Diese Orte, wo wir als Demokratie die wesentlichen Fragen behandeln, kommen uns abhanden. Die Medien können die notwendige Kontrolle nicht mehr ausüben“, sagt Thomas Hofer. Der Podcast ist Teil des Dossiers über richtig gute Politiker.
Der Autokraten leichte Beute
Der Journalist Paul Lendvai spricht in diesem Podcast über das mögliche Ende der Demokratie in Europa. Politische Systeme können schneller zusammenbrechen als man glaubt – das ist eine der Lehren, die der Publizist Paul Lendvai aus der Geschichte zieht. Was Demokratien so verwundbar macht, so Lendvai, seien die Vergesslichkeit der Bevölkerung und die Korrumpierbarkeit der Politik. Die Gefahr, die von Autokraten ausgeht, wird unterschätzt und von der Politik im Dienste des eigenen Machterhalts heruntergespielt. Lendvai sieht darin eine generelle Problematik von Demokratien, da sie anders als Autokratien niemals einfache Lösungen anbieten können. In Krisenzeiten kann ihnen das zum Verhängnis werden.
Republik Moldau – eine zweite Ukraine?
Wie die Ukraine ist die Republik Moldau in ihrer Geschichte Objekt imperialistischen Strebens gewesen, wovon verschiedene Wellen der Russifizierung ein Ausdruck sind. In diesem Podcast deutet der Südosteuropa-Historiker Florian Kührer-Wieland die Hindernisse des Nation building in Moldau als ein Erbe der sowjetischen Zeit. Insbesondere die de facto-Abspaltung Transnistriens sei darauf zurückzuführen. Bei den nächsten Wahlen 2025 wird sich Wladimir Putin die Ressentiments und Nationalismen zunutze machen wollen, um die Region zu destabilisieren. Die EU darf das nicht zulassen.
Warum Kant jetzt (noch) wichtig ist
„Selbstständig denken bedeutet, in Gemeinschaft mit anderen zu denken, andere Perspektiven wahrzunehmen. Das ist der Prozess der Aufklärung, von dem Kant spricht.“ So formuliert unser Gast Georg Cavalla die Quintessenz des Kantschen Denkens. Anlässlich des 300. Geburtstages des Philosophen Immanuel Kant ist dieser Podcast mehr als eine spannende Einführung in Leben und Werk, sondern zeigt, warum seine Erkenntnistheorie, Ästhetik und Ethik so relevant wurden und es nach wie vor sind.
Darf Wissenschaft aktivistisch sein?
Der Philosoph Konrad P. Liessmann hat dazu eine klare Meinung: Nein. Er sagt: „Jeder Wissenschaftler, der Aktivist sein will, ist einer, der seine wissenschaftliche Tätigkeit dadurch ideologisch zumindest einengt.“
machtHunger II, 8: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett
Nahrungs-, Genuss-, Schönheits-, Schmiermittel, Lichtquelle und Antrieb: Wo der Mensch, da das Fett. Wer glaubt, beim Fett ginge es nur um’s Essen täuscht sich. Der Mensch ist so eng mit Öl, Schmalz, Tran und Speck verbunden, dass eigentlich seine ganze Entwicklung davon abhing und -hängt. In der letzten Episode von machtHunger spricht Gastrosoph Peter Peter über die jahrtausendealte Beziehung.
Wie Deutschland scheitert
Woke, durchgeknallt, devot: Henryk M. Broder sieht dem „deutschen Geist“ beim Scheitern zu und zwar bevorzugt im Fernsehen wie er erzählt. In diesem Podcast geht es um eine große Enttäuschung. Der Publizist sieht das Land von Lebensangst ergriffen, was er bis zu einem gewissen Grad verstehen kann. Schuld daran ist die Politik, nicht nur die Ampelregierung, sondern alle Regierungen seit Merkel. War also vor 2005 noch alles gut?
machtHunger II, 7: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
Die Briten mögen Tee mögen, erfunden haben sie weder Wort, noch Getränk, noch Rituale. Gastrosoph Peter Peter klärt in dieser Folge von machtHunger über die Geschichte des Tees auf. Es gibt einige, nicht weitläufig bekannte, Details zu entdecken.
Mars, neue Heimat
Der Mars ist, gelinde gesagt, unwirtlich. Auch der Astrophysiker Gernot Grömer weiß das. Er trainiert Menschen für das Wagnis der Marsbesiedlung, um zu verstehen, was alles schiefgehen kann. In diesem Podcast erläutert er, warum er so überzeugt ist, dass in zwanzig bis dreißig Jahren Menschen den Mars besiedeln werden, um dort dauerhaft zu leben.
machtHunger II, 6: Ekel – Das Grauen bei Tisch
Mit dem Ekel gelangten religiöse Tabus bis ganz tief ins Innere des Selbst des modernen Menschen. Gastrosoph Peter Peter erinnert in dieser Folge der Podcastreihe machtHunger daran, dass auch der Ekel eine Geschichte hat, und die ist in der christlich geprägten Welt eng mit Speisetabus während des Fastens verbunden. Allerdings kann die Religion nicht das ganze Grausen komplett erklären.
Unsere fragile Sicherheit
Florence Gaub braucht keine Sicherheit. Die Politikwissenschaftlerin ist oft in Talkshows zu Gast, wo sie zu Kriegen, Konflikten und Krisen als Militärstrategin Prognosen abgeben soll. Der Sicherheitsgedanke verstellt den Blick auf die Zukunft, ist ihre Überzeugung. Die Zukunft ist nämlich nichts, das außerhalb von uns ist. Sie ist in uns.
machtHunger II, 5: Salz, Ursprung von fast Allem
Nach dieser Episode von machtHunger weiß man, warum „Salz“ eine so gewaltige metaphorische Kraft hat, vergleichbar dem Wort „Licht“. „Ohne Salz können Menschen nicht überleben“, so Gastrosoph Peter Peter, der dem einstigen weißen Gold in dieser Folge von machtHunger geradezu ein Denkmal setzt. Das Wort Salz stammt vermutlich aus dem indogermanischen – sal. Es bedeutet „das Schmutzig-Graue“. Dieses „Schmutzig-Graue“ ist für den Zellstoffwechsel überlebenswichtig. Tatsächlich braucht ein Mensch im Jahr mehrere Kilogramm davon. Ebenso bedeutsam ist das Schmutzig-graue für den planetarischen Stoffwechsel, denn neben der Temperatur ist der Salzgehalt der Ozeane der entscheidende Motor, der Nährstoffe und Wärme aus dem Süden in den Norden transportiert. Ohne Salz kein Leben im Norden, könnte man sagen.
Die Ukraine, das Gas und die Macht der Verdrängung
Europa will den neoimperialen Expansionsdrang Wladimir Putins nicht wahrhaben. Diese Verdrängung hat jahrzehntelang Geschäfte mit Öl und Gas ermöglicht und Europa in eine wirtschaftliche Abhängigkeit geführt. Im Podcast erklärt die Historikerin Franziska Davies welche Mythen und Narrative diesen Verdrängungsmechanismus auch heute noch am Leben halten.
machtHunger II, 4: Alkohol!
Kaum ein Getränk oder eine Substanz, die so sehr symbolisch aufgeladen ist, wie der Alkohol. Unzählige Redewendungen und Euphemismen (einen Schwips oder einen sitzen haben, fett sein oder gleich im Öl, ein Saufkopf oder eine Schnapsdrossel sein, ein Mostschädel, eine Bierwampe haben, ein Weinliebhaber oder Abstinenzler sein, ein Schnäpschen in Ehren trinken, sich einen hinter die Binde kippen, ein paar Kreislauftropfen nehmen oder eine Hülsn exen) zeugen von dem ambivalenten Verhältnis des Menschen zu diesem Rauschmittel, das einst wohl eine Zufallsentdeckung war. In dieser Folge von machtHunger geht der Gastrosoph Peter Peter der Geschichte dieses Rausch- und Genussmittels nach.
Müssen wir vor AI Angst haben?
Artificial Intelligence (AI) sägt mit gefälschten Bildern an der Demokratie, reproduziert Vorurteile und gehört ein paar Megakonzernen. Hat AI überhaupt gute Seiten? „Das Potenzial von KI-Technologie ist groß, sie kann sehr mächtig sein, weil sie Unmengen von Daten verarbeiten, Muster erkennen, Prognosen über die Zukunft erstellen und somit in jedem Bereich, den wir uns vorstellen können, eingesetzt werden kann“, sagt die Wirtschaftswissenschaftlerin Sabine Köszegi im Podcast. Diese Fähigkeit praktisch überall eingesetzt werden zu können, macht AI-Anwendungen attraktiv und auch gefährlich. Die Versuchung, AI, bei der man nicht einmal genau versteht, wie sie zu Entscheidungen kommt, Entscheidungen zu überlassen, ist groß. Warum tun wir es trotzdem?
machtHunger II, 3: Deus ex humus – Die Kartoffel
Die Geschichte der Kartoffel in Europa ist die Geschichte eines großen Missverständnisses, oder vielmehr die Geschichte vieler sich aneinander reihender Missverständnisse. Im 16. Jahrhundert in verschiedenen Varianten nach Europa verschleppt, glaubte man anfangs, die Blätter seien essbar und man bereitete sie zu wie Spinat; man (Marie Antoinette jedenfalls) trug ihre Blüten als Haarschmuck und verteufelte sie, weil sie in der Erde wächst. In dieser Folge von machtHunger führt Gastrosoph Peter Peter durch die Geschichte der Kartoffel, die wohl wie kaum eine andere Pflanze in die Sozialgeschichte eingegriffen hat.
Taiwan wählt den Schwebezustand
Taiwan hat sehr gute Gründe, sich weder auf die Seite der USA noch auf die Seite Chinas zu schlagen und im Falle der Volksrepublik die Konfrontation zu suchen. In diesem Podcast erklärt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik, warum das Silicon Shield nicht unbegrenzt schützt, sondern Ausdruck der wechselseitigen Abhängigkeit von Taiwan und China ist. Die Wahlen am 13. Januar 2024 stehen exemplarisch für den prekären Schwebezustand, in dem sich der Staat Taiwan und die Welt befindet. Schließlich hängt tatsächlich die gesamte Weltwirtschaft an Mikrochips aus Taiwan.
Die letzte Grenze
Carmen Possnig geht davon aus, dass die Zukunft der Menschheit auch auf dem Mond oder dem Mars stattfinden wird. Für die Weltraummedizinerin und Astronautin ist es eine Frage der Vorbereitung und des Wissens darum, wie sich die extremen Bedingungen auf Leib und Seele auswirken. Eine Ahnung davon hat Possnig durch ihre Zeit in der Antarktis bekommen: Im Podcast berichtet sie davon, was Isolation, wenig Sauerstoff und die Enge einer Forschungsstation für Immunsystem und Psyche bedeuten.
macht Hunger II, 2: Der lange Weg zum Besteck
Erst mit den Tischmanieren kam auch das Besteck in die Welt. Warum das insgesamt bis weit in das 18. Jahrhundert dauerte, ist kein Zufall, und Peter Peter erläutert in dieser Folge von machtHunger, wie sich das gemeinsame Essen aus einem gemeinsamen Topf oder Schüssel langsam wandelte bis jeder und jede Essende in Europa und den von Europa beeinflussten Teilen der Welt mit dem eigenen Teller und einem eigenen Besteck mit Gabel und – abgerundetem! – Messer zu Tische saß.
Die Grenzen der Abnehm-Pillen
Das eine Medikament, mit dem man ganz schnell abnimmt, gibt es wirklich. Der Mediziner Martin Clodi sieht allerdings auch die Grenzen dieses Ansatzes, denn was bei Diabetes funktioniert, kann bei einem gesunden Stoffwechsel Nebenwirkungen haben. Im Podcast erklärt der Diabetologe, wie Medikamente wie Ozempic funktionieren, und wie sich der Zuckerstoffwechsel bei Diabetis mellitus verändert. Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts zum Thema Übergewicht.
macht Hunger II, 1: Wie die Muskatnuss das Paradies beendete
Die Geschichte der Muskatnuss nahm eine grausame Wendung, als europäische Händler sie für sich entdeckten. Diese Episode von machtHunger mit dem Gastrosophen Peter Peter geht den Ursprüngen des Gewürzhandels nach und zeigt wie dieser eine globale Wirtschaft als Geldwirtschaft neu erfand. Während vor allem niederländische und britische Kaufleute Indien, Indonesien, Sri Lanka und Madagaskar ausbeuteten, glaubte man in Europa noch eine Zeitlang an den alten Glauben, die Gewürze müssten aus dem Paradies stammen. Sie waren kostbar und versprachen heilende Wirkung.
Herkunft und Zukunft des Menschen
Was ist Leben? Können wir den Tod und das Altern aufhalten? Ist die Evolution beendet? Diese und weitere Fragen beantwortet Biochemikerin Renée Schroeder in der aktuellen Folge des Pragmaticus-Podcasts. Schroeder hat die RNA zu ihrem Forschungsschwerpunkt gemacht und gezeigt, dass dieser eigentlich die Schlüsselrolle in der Evolution des Lebens zukommt. Ebenso wird die RNA mit darüber entscheiden, ob wir einst sehr viel länger leben als heute. Schroeder selbst würde gern „dreihundert oder fünfhundert Jahre alt“ werden, um mitzuerleben, wie sich Wissenschaft und Technik weiterentwickeln. Sie ist überzeugt, dass der Mensch das Alter überwinden wird.
macht Hunger VIII: Genüsse jenseits des Fleisches
In dieser achten Episode unseres Podcast macht Hunger bewegt sich Gastrosoph Peter Peter mitten hinein in das kulinarische Herz des Kulturkampfs: Es geht um Fleisch. Oder schlimmer: Um vegetarische Küche. Es ist längst eine Abkehr vom Fleisch im Gange erklärt Peter Peter. Die Gründe sind vielfältig: Fleisch aus Massentierhaltung ist für das Klima problematisch, ebenso für die Gesundheit, das Wasser und fördert den Einsatz von Pestiziden. Es kommt aber auch ein Lifestyle-Grund hinzu. „Gemüse ist chic geworden, fast ein Luxus“, so Peter Peter.
Polen: Stillstand mit Aufbruchstimmung
In diesem Pragmaticus-Podcast mit dem Diplomaten Rolf Nikel geht es um Polen und seine demokratische Zukunft nach den Wahlen im Oktober: Die Zeiten des autoritären Kurses der Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit – PiS) mögen vorbei sein, ihre Justizreform bleibt. Der Weg zurück zu einer offenen demokratischen Gesellschaft wird schwer sein, meint Rolf Nikel. Für Europa muss dies ein Warnsignal sein: Einmal verlorene demokratische Rechte sind nicht leicht zurückzugewinnen. Es sind genau drei Punkte, die je ein Aber hinter den europäischen Frühling setzen: Erstens wurden in der jüngeren Vergangenheit viele Richterpositionen durch der PiS nahe stehende Richter ersetzt. Zweitens ist auch das Verfassungsgericht von PiS-Loyalisten dominiert und drittens kann Andrzej Duda, der Präsident, Entscheidungen durch ein Veto verhindern.
macht Hunger VII: Die Küche des Warschauer Pakts
In dieser Episode von macht Hunger hat Gastrosoph Peter Peter eine These: Die slawische Küche hat heute eine geringere Sichtbarkeit als noch zu Zeiten des Eisernen Vorhangs. Das gilt sowohl für die russische Küche, die tschechische, die ukrainische als auch für die Küche des Balkan (Jugoslawien war natürlich nicht Teil des Warschauer Pakts). Es geht um die Jugoslawien-Euphorie der 1960er und 1970er Jahre, um „Grilllokale, die Split oder Dubrovnik hießen“, die osmanischen Wurzeln von Ćevapčići, die Einförmigkeit sowjetischer Hotelküchen, den vermeintlich russischen Kaviar, georgische Genüsse, Nachspeisen mit Birkensirup, Soljanka und die tschechische Küche in Wien. Wieder einmal gilt: Kulinarische Grenzen verlaufen nicht entlang politischer Grenzen.
Antisemitismus als Krise der Demokratie
Gesellschaften zerbrechen, wenn Gewalterfahrungen tabuisiert werden. In diesem Podcast mit der Historikerin Mirjam Zadoff geht es um die zerstörerische Kraft von Gewalt und die Chance der Erinnerung für die Demokratie. Zadoff, die das NS-Dokumentationszentrum München leitet, sieht die Auseinandersetzung in Deutschland und in Österreich als noch abgeschlossen an. Das verstärkt die Polarisierung der Gesellschaft, und der vorhandene Antisemitismus kommt offen zum Ausdruck.
macht Hunger VII: Bei aller Süße …
Zucker hat auch bittere Seiten: Am Anfang seiner Transformation zum Massenprodukt steht der Sklavenhandel, heute ist er eine der Ursachen einer globalen Gesundheitskrise. In der sechsten Folge unseres Podcast macht Hunger über die Geschichte des Essens spricht Gastrosoph Peter Peter über den Weg des Zuckers vom exklusiven Luxus zur Billigware – die aktuell gerade die stärkste Teuerung erfährt.
Weiß China, was es tut?
Der Weg Chinas zur Weltmacht ist nicht so eben, wie es nach Außen scheinen mag: Das Projekt Neue Seidenstraße kann sich als Schuldenfalle entpuppen und der mögliche Krieg gegen Taiwan das Ende der Prosperität bedeuten. „Die Kriegsgefahr ist real und kann sich zu einem katastrophalen Steppenbrand mit Folgen für die ganze Welt entwickeln“, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik in diesem Podcast über die chinesische Geo- und Wirtschaftspolitik.
macht Hunger V: Die fabelhafte Welt der Imbissbuden
Döner, Pizza, Sushi – die Internationalisierung des Geschmacks brauchte nur zwei Zutaten: Imbissbuden und Migration. Gastrosoph Peter Peter spricht in der fünften Folge unseres Podcast macht Hunger über den Beitrag von Einwanderern und von Imbissständen, Foodtrucks und Streetfood zur Erweiterung des Geschmacksinns und der kulinarischen Kenntnisse überall auf der Welt.
Der Preis: Kipppunkt zur Rettung der Welt
Ob Energie, Mobilität oder Produktion: In allen Bereichen ist es nun nicht nur möglich, dem fossilen Kohlenstoff Adé zu sagen, es ist auch unvergleichlich günstiger: Der Preis ist für die Investment- und Unternehmensberaterin Tara Shirvani der entscheidende Kipppunkt für die kommende radikale Wende in der Wirtschaft. In diesem Podcast erklärt sie, warum die Wende gelingt:
macht Hunger IV: Das Schnitzel als Fremdzuschreibung
Die vierte Folge unserer Podcastreihe macht Hunger ist dem Wiener Schnitzel gewidmet. Gastrosoph Peter Peter erklärt, warum Wien als allerletztes von der Existenz des Wiener Schnitzels erfuhr – obwohl doch das Gericht so typisch ist für die Stadt. Was es mit der Liebe der Wiener zur Panier auf sich hat, erfahren Sie in diesem Podcast:
Der Stern des Anstoßes …
… ist nach Ansicht des Linguisten Karsten Rinas vollkommen überflüssig, denn die männliche Form – das berühmte generische Maskulinum unter anderem der deutschen Sprache – sei bereits geschlechtsneutral. Für Rinas ist die männliche Form geschlechtlich nicht markiert, die weibliche Form hingegen schon: „Lehrer“ ist neutral, „Lehrerin“ eine weibliche Lehrkraft. Die ganze Argumentation in diesem Podcast:
macht Hunger III: Als die Pizza Chicago nach Würzburg brachte
Gastrosoph Peter Peter erklärt in der dritten Folge unserer Podcastreihe macht Hunger den Erfolg der Pizza, den Sinn der Treppenblockade, die der Welt Slow Food schenkte und die Tatsache, dass die italienische Küche keine Klassengrenzen kennt. In den Worten von Peter Peter: „Die italienische Küche kennt keine Hierarchie.“
Europa schafft das!
Autoritäre Populisten im Inneren, Energiekrise und ein Krieg: Die Soziologin Caroline Hornstein-Tomić hat dennoch keine Angst um Europa. „Es war noch nie so einig“, sagt sie im Podcast. Die Zivilgesellschaft in Europa sei stark genug, den Traum Europa wahr zu machen – egal, was autoritäre Populisten sagen; egal, wie sehr die EU-Institutionen – „zu Recht!“, wie sie sagt – an Vertrauen verloren haben.
macht Hunger II: Frankreich: Wie der Drill in die Küche kam
Dass Marie Antoinette das mit dem Kuchen und dem Brot sagte, ist kein Zufall. Sie kannte nichts anderes: In der zweiten Folge unserer Podcastreihe macht Hunger führt Gastrosoph Peter Peter zu den Ursprüngen der französischen Küche – die liegen unter anderem in Versailles und im Paris seit 1789. Zwar isst heute kaum jemand noch irgendwas mit Butter und Cognac gleichzeitig, aber ohne Frankreich, Versailles und die Französische Revolution gäbe es keine europäische Esskultur. In den Worten von Peter Peter: „Wer in einem Park Bäume wie Truppen anordnen kann, schneidet auch ein Fischfilet in ein Quadrat.“
Klimakrise: Die Krise, die wir nicht glauben
„Viele Menschen verstehen den Klimawandel intellektuell, aber sie glauben es emotional eigentlich nicht“, sagt Fred Luks. Der Ökonom spricht im Podcast darüber, warum es nur dann gelingen wird, das Vernünftige zu tun, nämlich eine Transformation zur Nachhaltigkeit einzuleiten, wenn viele Menschen auch emotional begreifen, dass der Klimawandel eine potenziell existenzielle Bedrohung ist. Dann nämlich schöpfen wir Hoffnung und die führt zum Handeln.
macht Hunger I: Die sanfte Macht der Nationalgerichte
Essen ist politisch: In der ersten Folge unseres Podcasts macht Hunger erklärt Gastrosoph Peter Peter, warum Nationalgerichte niemals Zufall sind. Es geht um Gastrodiplomatie. Gastrodiplomatie ist Nationalismus mit sanftem Antlitz, und Peter Peter erklärt, warum sie meistens funktioniert: „Nationalgerichte sind identitätsstiftend. Man darf nicht unterschätzen, welch‘ wichtige Säulen des Nation Building sie sind.“ Die Podcastreihe macht Hunger ist der Politik, Wirtschaft und Kulturgeschichte von Gerichten, Rezepten, Lebensmitteln und Kochkünsten jeder Küche dieser Erde gewidmet.
Globalisierung – Das Versagen der Politik
Kann Europa, die EU, 30 Jahre nach dem Maastricht-Vertrag 1993, in der globalen Wirtschaft noch eine politisch wie ökonomisch relevante Rolle spielen? „Die Politik hat die Risiken der Globalisierung nicht genug abgesichert“, sagt der Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Andreas Treichl, langjähriger CEO der Erste Group. Europa ist weder politisch noch wirtschaftlich so stark, wie es sein müsste, um Wohlstand und Demokratie zu erhalten; für China oder die USA ist Europa kein attraktiver Wirtschaftspartner mehr, so Treichl: „Vor 30 Jahren war Europa der größte Exporteur, der größte Binnenmarkt und der wohlhabendste Kontinent. Das alles sind wir nicht mehr.“ Ein Podcast über Auswege aus dem Relevanzverlust.
Zum Stand des Krieges
Als Putin am 17. Juli 2023 das Getreideabkommen nicht mehr verlängerte, nahm er in Kauf, das Lager seiner Unterstützer, vor allem die Türkei und China, zu brüskieren. Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott zieht nach 17 Monaten des Krieges eine nüchterne Bilanz und erklärt, warum und wie sehr China, die Türkei und einige afrikanische Staaten von Russland abhängig sind und was Russland wiederum von ihnen braucht.
Leben und Sterben der Demokratien
Verschwindet eine Demokratie, ist das nicht sofort zu spüren, erklärt der Politikwissenschaftler und Völkerrechtsexperte Ralph Janik in diesem Podcast. „Besonders Scheindemokratien legen sehr viel Wert darauf, dass alle Gesetze eingehalten werden“, sagt er. Während formal noch alles stimmt, ist vielleicht die Presse- und Meinungsfreiheit bereits still gestorben, weil alle Medien einer Person gehören oder es de facto kein Recht auf Protest mehr gibt. Das Tragische: Die Aushöhlung demokratischer Rechtsstaaten geschieht oft auch mit Hilfe von Gesetzen.
Chinas dreckige Expansion
Spätestens seit 2012/2013 zeigt China verstärkt seine autoritäre Seite und beginnt zeitgleich, massiv in Infrastrukturen auf der ganzen Welt zu investieren: die Neue Seidenstraße. Unter dem Strich ist das reine Machtpolitik, sagt der China-Experte Philipp Mattheis im Podcast und zeigt, wie mit den Brücken, Schienen und Straßen auch der Autoritarismus Chinas expandiert. „Die Wirtschaftspolitik Chinas ist neben diesem Machtanspruch von keinerlei Werten getragen“, stellt Mattheis fest.
Der Wolf ist streng geschützt. Zu Recht?
Der Wolf wird in Europa bleiben, sagt der Wildtierbiologe Klaus Hackländer. Wer Wolf und Almwirtschaft will, muss sich nicht nur mit Wolfsrissen, sondern auch mit der Lage der Landwirte und unserem Freizeitverhalten auseinandersetzen.
Tiefe Konzentration im Kollektiv
Im Lesesaal sind alle gleichermaßen gepeinigt, sagt der Bibliotheks-Historiker Ulrich Johannes Schneider im Podcast und erzählt die Geschichte der Stille in den Lesesälen.
Lückenbüßer Arbeitsmigranten
Die Debatte um Zuwanderung in den Arbeitsmarkt ist konfus und wird von den Bedürfnissen der großen Unternehmen dominiert, sagt der Migrationsforscher Thomas Liebig. Das führt zu schlechten Maßnahmen für alle.
Kippt die Demokratie in Israel?
Ebenso wie die militärische Gewalt eskaliert, kommt nun ein alter Konflikt an seinen Kipppunkt: Soll Israel ein religiöser oder ein säkularer Staat sein? Ein Podcast mit der Historikerin Jenny Hestermann.
Ein leises Servus für den Huchen
Den Huchen gibt es nicht mehr. Fast. Ein einziger Fluss in Österreich ist ihm geblieben, die Mur. Ein Podcast über das Aussterben mit dem Hydrobiologen Stefan Schmutz.
Geheime Mächte in unserem Darm
Sie können uns krank und gesund machen, ängstlich und forsch: Die Mikroorganismen unseres Darms. Im Podcast erklärt die Mikrobiologin Christine Moissl-Eichinger was unser Mikrobiom eigentlich macht.
Die Enttäuschung der Schweizer
Nicht nur der Niedergang der Credit Suisse trifft die Überzeugungen und Werte der Schweizer ins Mark: Auch die Legitimität der Neutralität steht zur Debatte. Die Philosophin Katja Gentinetta erklärt ihr Land.
Beenden Frauen das Regime im Iran?
Die Frauen im Iran haben es mit einem gefährlichen Gegner zu tun – den Revolutionswächtern. Doch ihr Widerstand zeigt, dass der Gottesstaat nun am Ende ist. Warum, erklärt die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur.
Ein Jahr Krieg. Wie lange noch?
Putin setzt das New Start-Abkommen aus und sieht die staatliche Existenz Russlands bedroht: Ein Jahr Ukraine-Krieg, und die Lage ist so düster wie lange nicht. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler und Russland-Experten Gerhard Mangott.
Wofür junge Frauen kämpfen
Die Jugend heute hat starke Werte – Klima, Frieden und Menschenrechte sind ihr wichtig. Es sind die jungen Frauen, die auch dafür kämpfen. Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier im Podcast.
Wandel, das mögen wir nicht
Wie gehen wir mit unserer Geschichte um? Sie hat grausige Seiten, die nicht verschwiegen werden dürfen, sagt der Schriftsteller Michael Köhlmeier. Für ihn ist Cancel Culture eine falsche Tugendhaftigkeit.
Computer, löse unsere Probleme!
Künstliche Intelligenz wird immer leistungsstärker. Sie wird Probleme von Klimawandel bis Mobilität lösen, prognostiziert Machine-Learning-Experte Sepp Hochreiter. Im Podcast erklärt er, warum wir uns vor der KI nicht fürchten müssen.
Kommt das Ende des autoritären China?
Xi Jinping hat seine Macht scheinbar einzementiert. Doch die Proteste haben gezeigt, dass die Autorität von Xi und der KPCh auch bröckeln kann – mit geopolitischen Folgen. Ein Podcast mit der Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik.
Und jetzt Dunkelflaute?
Störfälle und Dunkelflauten: Sobald die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, geht Deutschland die Energie aus, sagt Harald Schwarz, Professor an der Universität Cottbus. Für eine Energiewende hin zu einer Energie, die nicht grundlastfähig ist, fehlen die Speicherkapazitäten.
Auf in die Klimakrise
Unser Ressourcen-Verbrauch treibt den Planeten über seine Grenzen. Der Menschheit fehlen die politischen Strukturen, um auf diese globale Krise reagieren zu können, sagt der Tübinger Politikwissenschaftler Jörg Tremmel. Und ja, zuviele Menschen gibt es auch.
Grüne Gentechnik ist Fortschritt
Zurück zur Natur ist eine naive Vorstellung, sagt die Biologin Ortrun Mittelsten Scheid und bricht die Lanze für grüne Gentechnik. Sie ist die Fortsetzung einer jahrtausendealten Tradition, Pflanzen zu optimieren. Die Ablehnung findet sie wissenschaftsfeindlich.
Was ist eine gute Schule?
Wie finden Eltern die optimale Schule für ihr Kind? Diese Frage beantwortet der österreichische Bildungsexperte Michael Schratz. Eine gute Schule hat ein Leitbild, fördert Teamgeist und will Kindern Eigenverantwortung beibringen, sagt er.
Digitale Enteignung
Der Vordenker Georg Franck hat für die Art der Ökonomie, die unser Leben bestimmt, den Begriff Ökonomie der Aufmerksamkeit gefunden. Diese Ökonomie macht uns alle zu Produzenten, aber wir verdienen nichts daran. Ein Podcast über den Preis von Likes und Klicks.
So tickt China
Für China ist der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ein Störfaktor, sagt die Politologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Wer die Geschichte der Volksrepublik versteht, der kann auch ihre Zukunft deuten, sagt sie. Ein Podcast über den Status Quo, innenpolitische Machtkämpfe und die Gefahr eines Weltkrieges.
Nicht alt werden, geht das?
Als Mediziner hat sich Johannes Huber jahrzehntelang mit dem menschlichen Körper beschäftigt. Seine Theorie gegen das Altern ruht auf drei Säulen: einem gesunden Leben, den Hormonen und den Genen. Einiges davon lässt sich durch Ernährung, Sport und positiven Stress beeinflussen.
Vorsorge für den Totalausfall
Bei einem Blackout ist nicht einfach nur der Strom weg: Es beginnt innerhalb von Tagen ein Kampf ums Überleben. Kann man vorsorgen? Herbert Saurugg sagt, man kann. Und man muss: Für den Krisenvorsorge-Experten ist nämlich nicht die Frage, ob, sondern wann es zum Totalausfall kommt.
Energie selbst machen
Von der Inflation merkt Boris Maier kaum etwas: Der Baumeister aus Oberösterreich gewinnt die Energie für Heizung und Strom nämlich selbst – mit der Kraft der Sonne. Im Podcast erklärt er, wie Energieautarkie funktioniert.
Das Klima retten – eine Zeitfrage
Seit gut 40 Jahren wissen wir sehr genau, was auf uns zukommt. Passiert ist bisher nichts. Klimaforscher und Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Podcast über die Modellrechnungen der Klimaforschung, die Gründe für unser Nichtstun und wie Maßnahmen gegen den Klimawandel jetzt den Wohlstand retten.
Wie wird der Ukraine-Krieg Europa verändern?
Der Krieg in der Ukraine ist eine Zäsur für die Europäische Union. Sie braucht jetzt Einigkeit und Zusammenhalt und muss mehr sein als nur ein Wirtschaftsraum. Rainer Münz, Sozialwissenschaftler, im Podcast über die Überlebenschancen der EU.
Was braucht der Balkan für den Frieden?
Christian Schmidt ist auf schwieriger Mission: Er ist der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen in Bosnien-Herzegowina und soll dazu beitragen, den Frieden für das Land zu wahren. Seine Gegner: Nationalismus und Korruption. Seine Hoffnung: Die Jugend.
Kann Musik heilen?
Keine Sprache spricht so direkt zu unserer Seele wie die Musik, sie erreicht uns auch dann noch, wenn Worte nicht mehr helfen – bei Autismus, bei Parkinson, bei Schizophrenie oder bei Depressionen. Thomas Stegemann, Professor für Musiktherapie in Wien, im Podcast über die Macht der Musik.
„Wir werden Migration brauchen“
Europa ist überaltert und wenig innovativ. Die Migrationsexperten Rainer Münz, Christian Helmenstein und Veronika Bilger zeigen Wege auf, wie die EU zu der Zuwanderung kommt, die die Wirtschaft braucht.
Wie schmeckt die Zukunft?
Es ist soweit: Bei Fleisch aus Massentierhaltung ist der Gipfel erreicht, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler. In Zukunft kommt mehr Gemüse auf die Teller sowie Fleisch und Fisch aus dem Labor. Im Podcast skizziert die Trendforscherin, warum das so ist und wohin die Reise nun geht.
Was ist los mit Russland?
Die EU ist für Putin zunehmend ein „Ärgernis“. Das sagt Russland-Experte Gerhard Mangott im Podcast. Im Gespräch erklärt er, wie es innerhalb der drei Jahrzehnte seit dem Zerfall der Sowjetunion dazu kommen konnte, und was der Westen tun kann, um die entgleiste Beziehung zu retten.
Atomkraft, Angst lass nach
Die Energiegewinnung durch Atomkraft hat ein schlechtes Image, vor allem im deutschsprachigen Raum. Langfristig bedeutet der Verzicht auf diese klimaneutrale Energiequelle einen Wettbewerbsnachteil, sagen der Kernphysiker Helmuth Böck und der Atomexperte Manfred Haferburg. Ein Podcast über Atomkraft, Energie-Verknappung und Sicherheit.
Der Wald, unser Verbündeter
Bäume wachsen nach. Diese Tatsache ist für den Holzbau-Unternehmer Erwin Thoma der Schlüssel für die Zukunft unserer Städte und Häuser, ja unseres Wohlstands: Der Wald kann uns von der jetzigen Wirtschaft des Mangels zu einer Wirtschaft der Fülle führen. Ein Gespräch darüber, wie nachhaltige Waldnutzung wirklich funktioniert.
Diese Inflation bleibt
Die Preise steigen, die Löhne nicht. Geld wird immer weniger wert. Andreas Treichl, ehemaliger Chef der Erste-Bank prognostiziert eine anhaltende Krise. Ein Experten-Podcast über die Unschärfe des Inflationsindex, Teuerung und das Ende des Sparens.
„Die Welt besser verstehen“
Der Pragmaticus stellt seinen Herausgeber vor: Prinz Michael von und zu Liechtenstein spricht in diesem Podcast über seinen Blick auf die Welt, seine neue Rolle in der Medienlandschaft und seine Lust an Debatten mit lösungsorientierter Ausrichtung.
Auf die Plätze, fertig, Strom
Elektromobilität ist kein utopisches Zukunftsthema mehr, sondern nimmt gerade Gestalt an. Werden schon bald Elektroautos auf unseren Straßen fahren? Der Pragmaticus hat sich umgehört und den Energie-Experten Ulrich Schmidt und die Usability-Forscherin Gracia Brückmann vors Mikrofon gebeten.